Gratulierten zum Ehrentitel „Altbürgermeister“ (v. l.): Landrat Martin Bayerstorfer, der Geehrte Hans Grandinger mit Ehefrau Resi, Bürgermeister Dieter Neumaier und stellvertretender Bürgermeister Martin Strobl.
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Gratulierten zum Ehrentitel „Altbürgermeister“ (v. l.): Landrat Martin Bayerstorfer, der Geehrte Hans Grandinger mit Ehefrau Resi, Bürgermeister Dieter Neumaier und stellvertretender Bürgermeister Martin Strobl.

Ehrenabend

„Du hast Riesiges geleistet“ : Hans Grandinger zum Altbürgermeister von Kirchberg ernannnt

Hans Grandinger wurde zum Altbürgermeister von Kirchberg ernannt. Der Dank galt auch seiner Gattin Resi.

Kirchberg – Für Zeit, Geduld und Hartnäckigkeit, aber auch Kompromissbereitschaft dankte Kirchbergs Bürgermeister Dieter Neumaier seinem Vorgänger Hans Grandinger. Im Rahmen der Bürgerversammlung in der Schrödinger Schulturnhalle verlieh er ihm den Ehrentitel Altbürgermeister.

24 Jahre lang, von 1996 bis 2020, prägte Grandinger als Bürgermeister die Holzlandgemeinde, aus gesundheitlichen Gründen stellte er sich diesen März nicht mehr zur Wahl. Weit über 300 Gemeinderatssitzungen und 1152 Amtsstunden hat er in den vier Amtsperioden geleistet.

In seinem Dankeswort erinnerte er an die erste „überstandene“ Wahl, die er ohne Vorkenntnisse als Gemeinderat gewonnen habe. Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde und Selbstständigkeit nach außen machte er schnell zu seinen Leitprinzipien, „das hat sich 24 Jahre durchgezogen und bewährt“, blickte er zurück. Seinem Nachfolger und dem neuen Gemeinderat gab er mit auf den Weg: „Es ist jedes Problem zu lösen, aber man muss es gemeinsam lösen.“

Sowohl allen politischen Wegbegleitern als auch seiner Familie dankte er für die jahrelange Unterstützung.

Große Aufgaben standen für Grandinger bereits 1996 an: der Siedlungsbau in Kirchberg Einfeld und die Fertigstellung der Grundschule in Schröding. In den Jahren danach wurde der Flächennutzungsplan für die Gemeinde erarbeitet, der Kulturverein „Kirchberger Linde“ gegründet und weitere Baugebiete wie Schröding Ost sowie Baustarring Nord ausgewiesen. Wiedergewählt und mittlerweile auch Kreisrat nahm Hans Grandinger Projekte in die Hand, von denen die Gemeinde bis heute profitiert: In der Dorfmitte Schrödings entstand das Bürgerhaus mit einer Pflegeeinrichtung, in Thal das Heimatmuseum.

Später, als Vorsitzender der VG Steinkirchen, trieb er die Kooperation der Holzlandgemeinden voran, stets aber deren Eigenständigkeit bewahrend. Auch der Ausbau des Wasserzweckverbandes, der heute alle vier Gemeinden umschließt, geht auf Grandinger zurück. Weiter nahm er den Bau der Schulturnhalle, des Bürgersaals und der Kläranlage in Burgharting sowie die Unterbringung von Flüchtlingen in die Hand.

Auch Landrat Martin Bayerstorfer wandte sich in seinem Grußwort an den einstigen Holzland-Bürgermeisterkollegen und dankte Grandinger mit einem „Vergelt’s Gott, Hans, du hast Riesiges geleistet.“ Die „Fülle der Maßnahmen“, die Grandinger angestoßen, umgesetzt oder in die Wege geleitet habe, erstreckten sich „über die ganze Bandbreite der Kommunalpolitik“, so Bayerstorfer. Dabei habe er „alles hervorragend abgearbeitet und im besten Sinne gelöst“. Dazu gehörten schwierige Entscheidungen und teilweise harte Kritik, „in vielen Fällen zu unrecht“, urteilte der Landrat.

Nicht vergessen wurde Gattin Resi Grandinger. Sie habe Rückhalt gegeben und oft zurückstecken müssen, erkannte Bürgermeister Neumaier an und überreichte ihr einen Blumenstrauß. „Wenn du nicht gewesen wärst, hätte ich vieles nicht machen können“, dankte ihr Ehemann.

Fabian Holzner

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