Kläranlage Kirchberg

Erfolgreicher Probebetrieb

Voraussichtlich Ende Juni wird es in Kirchberg etwas zu feiern geben: Die erweiterte Kläranlage wird dann offiziell in Betrieb genommen.

Kirchberg – Einen exakten Termin konnte Thomas Eibl von der Verwaltung in Steinkirchen noch nicht nennen. Er konnte aber zumindest ausführlich berichten, was die nächsten Schritte sein werden.

Wenn die kleine Feier auf der Anlage sein wird, wird noch nicht das ganze Abwasser der Gemeinde in diese Kläranlage fließen. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die beiden Pumpwerke, die erforderlich sind, um bei den noch in Betrieb befindlichen Kläranlagen in Schröding und Baustarring das Abwasser in die richtige Richtung zu leiten. Bei der Inbetriebnahme wird die Kläranlage also noch nicht mit ihrer Nennkapazität „fahren“.

Wie berichtet hat die Gemeinde Kirchberg beschlossen, alle drei bestehenden Kläranlagen zu einer – eben in Burgharting – zusammenzufassen und diese entsprechend auszubauen. Diese Arbeiten sind abgeschlossen, der Probebetrieb lief nach den Worten Eibls erfolgreich.

Nach der erfolgten Ausschreibung und Vergabe für die beiden Pumpwerke werde es wahrscheinlich doch Ende des Jahres werden, bis die volle Leistung der neuen Anlage abgerufen werde. Erst dann könnten die beiden noch bestehenden Kläranlagen endgültig stillgelegt werden.

Wenn das passiert ist werden, wie Eibl weiter mitteilte, noch weitere Arbeiten erforderlich: So müsse eins der drei Becken der Teichkläranlage in Thal zu einem Regenüberlaufbecken umfunktioniert werden. Weil in Schröding ein Mischsystem bestehe, das Schmutz- und Oberflächenwasser gemeinsam der Kläranlage zuleite, müsse ein solches System sein, um bei Starkregen das Oberflächenwasser, das vom Kanalnetz nicht mehr aufgenommen werden könne, zeitverzögert in den Bach ableiten zu können, erläuterte er. Das kleinste der drei Becken werde für diese Funktion hergerichtet. Auf Nachfrage ergänzte Eibl, dass diese Planung die Überlegungen, die restliche Kläranlage Thal einer öffentlichen Nutzung zuzuführen, nicht gefährde, eben weil nur das kleinste der drei Becken für diese Zwecke verwendet werde. „Das reicht vollkommen aus“. Ausdrücklich schloss Eibl auch die Nutzung als Badegewässer nicht aus, auch wenn das noch eine Menge Arbeit machen werde, weil der Teich dann ausgebaggert werden müsse. Er deutete an, dass das darum erst noch Zukunftsmusik sei.

Wie berichtet, gibt es bei Bürgermeister und Rat ernsthafte Überlegungen in diese Richtung. Eine „öffentliche Nutzung“, wie in Inning nach dem Anschluss der Gemeinde an die Kläranlage Taufkirchen, ist, wie Bürgermeister Hans Grandinger der Heimatzeitung schon vor Monaten gesagt hatte, „ziemlich sicher“. Ob auch gleich gebadet werden kann, da wollte auch Grandinger noch keine festen Zusagen machen.

Klaus Kuhn

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