Eine Petition für den Erhalt der Lindenallee haben Bernhard Fries (l., BN Taufkirchen) und BN-Kreisvorsitzende Gabriele Betzmeir (r.) an die Grünen-Abgeordneten Christian Magerl (2. v. r.) und Rosi Steinberger (2. v. l.) übergeben.

Petition

Freistaat soll Lindenallee schützen

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Der Bund Naturschutz kämpft für den Erhalt der Lindenallee zwischen Wartenberg und Schröding. 1250 Unterschriften unterstützen eine Petition, die jetzt im Landtag übergeben wurden.

Kirchberg – „Das Interesse an unserer Petition und am Erhalt der über 100-jährigen und einzigartigen Lindenallee war sehr groß und emotional,“ freute sich Kreisvorsitzende Gabriele Betzmeir bei der Übergabe der Petition. Die Grünen-Landtagsabgeordneten Christian Magerl, Vorsitzender des Umweltausschusses und Rosi Steinberger nahmen diese entgegenund verprachen: „Wir werden die Eingabe sicher sehr sorgfältig prüfen.“

In den vergangenen Jahren wurden zunehmend Bäume der ursprünglich 300 Linden gefällt, weil es angeblich Probleme mit der Verkehrssicherheit gegeben hätte (wir berichteten). „Vielen Leuten blutete bei den Maßnahmen das Herz. Sie konnten nicht verstehen, warum keine Bäume nachgepflanzt wurden und warum die bestehenden Bäume nicht besser geschützt wurden“, berichtete Bernhard Fries von der BN-Ortsgruppe Taufkirchen. Bei einem Naturdenkmal sei der Erhalt eigentlich eine staatliche Pflichtaufgabe.

Die Lindenallee gilt als einzigartig in Oberbayern und gehört zu den wenigen noch fast komplett erhaltenden großen Alleen in Bayern. Zudem ist die Allee prägend für das Landschaftsbild des östlichen Landkreises Erding. Sie vermittle Kultur und Heimat.

Betzmeir übt in der Begründung der Petition heftig Kritik an Behörden. Diese seien ihrer Verpflichtung zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität nicht nachgekommen. „Naturschutzverbände und Öffentlichkeit wurden vor Fällungen, ohne dass Gefahr im Verzug wäre, rechtswidrig nicht beteiligt.“ Gefordert wird vom BN, dass keine weiteren Linden gefällt werden und für bereits entfernte Bäume Nachpflanzungen vorgenommen werden.

Mitte September hat sich Landrat Martin Bayerstorfer in einem offenen Brief an Umweltministerin Ulrike Scharf gewandt und sie um Hilfe zum Erhalt der Lindenallee gebeten. Die Allee sei ein „überregional bedeutsames Naturdenkmal“. Vor allem die Forderung des Staatlichen Bauamts, bei Neupflanzungen müssten zur Straße 4,5 Meter Mindestabstand eingehalten werden, kann der Landrat nicht nachvollziehen.

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