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Die Brunnengeister waren ein Blickfang.

Fasching in Schröding

Gaudiwurm mit Geistern und Tieren

Ein nicht enden wollender Gaudiwurm zog sich gestern Nachmittag durch Schröding. Viele Zuschauer säumten die Strecke und hatten – ebenso wie die Teilnehmer – ihren Spaß.

Schröding So viele waren beim Schrödinger Faschingsumzug noch nie dabei. 27 Fuß- und Wagengruppen aus dem Holzland und der Region mit rund 400 Teilnehmern sowie an die 1000 Zuschauer, die am Straßenrand zusahen. Der Gaudiwurm schlängelte sich vom Schulhaus bis ans andere Ortsende und wieder zurück.

Bei der Ausstellung vor dem Schulhaus ging es schon rund. „So eine Mettn“ war von vielen Älteren zu vernehmen. Auch die Musikanten der Holzland Blaskapelle Steinkirchen und des Isentaler Schalmeien Express sparten es sich, gegen die wummernden Boxen anzuspielen. Erst ein Machtwort des „Commanders“ Martin Grandinger, dass die jungen Teilnehmer die Lautstärke etwas zurücknehmen sollten, schaffte Erleichterung.

Große Wagen gab es wieder zu sehen. Bei einem selbst gezimmerten Rettungswagen thronte in rund acht Meter Höhe ein kleiner Hubschrauber mit einem lebenden Piloten drin. Den längsten Wagen hatten die Freunde des Fiaschboma Haisls im Camouflage-Look. Auch die Helden der Kindheit wurden zweimal thematisiert. Mit einem schnuckeligen, hellblau angestrichenen Wagen mit halbierten Stühlen an der Fassade wurde Peter Lustig gedacht, der andere erinnerten von Supermann und Fred Feuerstein über Leia bis hin zu Biene Maja an ehemalige Fernsehlieblinge. Wieder andere waren mit einem riesigen Tiertransporter, dem „Tierpark Grandoi“, mit sich selbst als Zootiere verkleidet, inklusive Kingkong im Autoreifen schwingend, gekommen. Neben den teils gigantisch großen Wagen mit ihren PS-starken Schleppern und ohrenbetäubenden Hupen waren auch einige Gruppen zu Fuß unterwegs.

Die Altersarmut wurde von den Steinkirchener Motorradfreunden thematisiert: „2030 bin i Rentner – und do bin i dahoam.“ Sie hatten Einkaufswagen umfunktioniert mit Bierhalterung, einem funktionierenden Grill, auf dem sie Steaks brutzelten, und auch ihre sonstigen Habseligkeiten darauf verstaut. Mit bunten Zipfelmützen waren die Eltern der Wichtelgartenkinder unterwegs, ihren Nachwuchs zogen sie mit Leiterwagerl und großen Transparenten hinterher, auf denen sie nach Ganzkörperwaschanlagen suchten. Die Schrödinger Brunnengeister waren ganz in Grün mit wallenden Perücken unterwegs, der Arndorfer Theaterverein als Wandertheater. Auch eine Schar süßer Eichhörnchen sowie Jägerinnen mit ihren Wildschweinen und einige tanzende Karnevalisten aus Venedig wurden gesichtet.

Schröding feiert Fasching: Die besten Bilder des Gaudiwurms

Dass die Teilnehmer bestens ausgestattet waren mit Proviant und Bonbons sowie kleinen Flachmännern, die sie unters Volk warfen, versteht sich. Nachdem der Gaudiwurm wieder am Ziel angelangt war, wurde kräftig am Schulhaus weiter gefeiert. Essen und Getränke gab es an diversen Ständen. Im Zelt spielte DJ Fonse auf, aber draußen hatten die Leute genauso ihren Spaß. Die Rettungskräfte mussten laut Richard Stuckenberger von der örtlichen Feuerwehr nur einmal ausrücken, weil einem Mädchen schlecht geworden war. Organisiert wurde der Faschingsumzug wieder von der Feuerwehr, den Schützen und den Stockschützen, die an der Strecke auch alles absicherten.

Birgit Lang

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