Ganztagsbetreuung

Grundschule Schröding wird für neue Aufgaben fit gemacht

Die Grundschule Schröding wurde zu einer Zeit gebaut, als noch kein Schulplaner an eine Ganztagsbetreuung gedacht hat. Jetzt muss das Gebäude für neue Aufgaben fit gemacht werden.

Kirchberg –„Es ist eben nicht mehr überall so, dass eine Oma oder ein Opa da ist“, kommentierte Kirchbergs Bürgermeister Hans Grandinger die gesellschaftlichen Veränderungen, die jetzt auch in der 1000-Einwohner-Gemeinde Kirchberg angekommen sind.

Die Planungen sind nach einem Bericht des Schulverbandsvorsitzenden Heribert Niedermaier angelaufen. Der Hohenpoldinger Bürgermeister rechnet allerdings nicht damit, dass heuer noch konkret gebaut wird.

Allerdings ist der Druck da: Kirchbergs Gemeindechef Grandinger erklärte in einer der vergangenen Sitzungen des Gemeinderats, dass das so nicht weitergehen könne: „Die Kinder essen in der Aula“, beschrieb er die Situation und kündigte an, dass im Keller des Schulgebäudes die Möglichkeiten für eine „richtige“ Mittags- und Nachmittagsbetreuung geschaffen werden sollen.

Hohenpoldings Gemeindechef Niedermaier wurde gegenüber der Heimatzeitung genauer: „In Hohenpolding haben wir eine Art kleine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr, in Schröding die große mit Betreuungszeiten bis 16 Uhr oder gar 16.30 Uhr.“ Und das Angebot werde angenommen. Niedermaier sprach davon, dass über 20 Kinder diese Möglichkeiten nutzten.

Für diese Menge an Kindern, die ja alle ein warmes Mittagessen bekommen, wird es überall zu knapp, was die Infrastruktur angeht. „Wir haben erst vor kurzer Zeit einen größeren Herd beschafft, dass besser gekocht werden kann, aber die Küche ist einfach eng“, beschrieb Niedermaier die Lage. Zum Glück seien nun in Schröding die Raumreserven im Untergeschoss vorhanden, sodass die gesamte Mittags- und Nachmittagsbetreuung dort zusammengefasst werden könne.

Anders als etwa die Gemeinde Fraunberg in Maria Thalheim muss Kirchberg nicht anbauen. Es reicht ein Umbau, und der wird viele Möglichkeiten eröffnen: „Die Kinder können dort ebenerdig ins Freie.“ Es sei jetzt schon so, dass die Kinder unten Hausaufgaben machten und spielten, sagte Niedermaier weiter. Gegessen werde eben nur oben, weil es noch nicht anders gehe. Es werde auch weiterhin so sein, dass Kinder aus Hohenpolding, die eine Betreuung über 14 Uhr hinaus gebucht haben, nach der Schule nach Schröding gebracht werden, so der Schulverbandsvorsitzende weiter. Gefragt, ob es einen Zeitplan gebe, musste er allerdings noch passen: „Keinen konkreten“, gab er zu. Das habe aber hauptsächlich auch mit der Notwendigkeit zu tun, die Mittel in den Haushalt einzustellen, was für dieses Jahr noch nicht passiert sei.

Grandinger deutete aber auch schon an, dass es bei den aktuell konkurrenzlos niedrigen Gebühren wohl nicht werde bleiben können, wenn der Schulverband hier derart viel Geld für eine Verbesserung des Angebots in die Hand nehme. Klaus Kuhn

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