Für spätere Generationen füllten den Grundstein (v. l.): Vize-Bürgermeister Martin Strobl, Bürgermeister Dieter Neumaier, VG-Geschäftsleiter Karlheinz Miksch, Architekt Alexander Groh und der ehemalige Bürgermeister Hans Grandinger.
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Für spätere Generationen füllten den Grundstein (v. l.): Vize-Bürgermeister Martin Strobl, Bürgermeister Dieter Neumaier, VG-Geschäftsleiter Karlheinz Miksch, Architekt Alexander Groh und der e hemalige Bürgermeister Hans Grandinger.

Grundschule Schröding

Grundstein für die Mittagsbetreuung ist gelegt

2017 begann die Planung, jetzt wurde der Grundstein gelegt.

Schröding – Ketchup, Luftschlangen und ein FC-Bayern-Fanshop dürfen im neuen Gebäude für die Mittagsbetreuung in Schröding nicht fehlen. Das ist zumindest der Wunsch der Schüler, die für die Grundsteinlegung ihre Anliegen auf Papier gezeichnet und sich so in dem hohlen Stein, der mit eingemauert wird, verewigt haben.

Auf Einladung von Kirchbergs Bürgermeister Dieter Neumaier versammelten sich sein Vorgänger Hans Grandinger, Planer Alexander Groh, Vize-Bürgermeister Martin Strobl und VG-Geschäftsleiter Karlheinz Miksch im Pausenhof der Grundschule, um gemeinsam den Grundstein zu befüllen.

Zum ersten Mal im Gemeinderat diskutiert wurde der Bau einer Mittagsbetreuung im Januar 2017, wie Neumaier zurückblickend sagte. Vier unterschiedliche Konzepte hatte sich die Gemeinde daraufhin erarbeiten lassen. Als 2018 deutlich wurde, dass auch in Schröding irgendwann Ganztagsklassen angeboten werden, kam man aus Platzgründen von den Plänen ab, bereits bestehende Räumlichkeiten umzufunktionieren, und entschied sich in der Folge für einen eigenen Anbau – mit einer neuen Küche.

Das endgültige Konzept hierfür sei praktischer und zweckmäßiger als vorige Entwürfe, stellte Bürgermeister Neumaier fest, damit können auch Eltern einen Vorbereich nutzen. Dem stimmte Alexander Groh vom Architektenbüro Anger und Groh aus Erding zu. Durch die lange, intensive Planungsphase konnten Wünsche von verschiedener Seite miteinbezogen werden, „das Ergebnis soll und wird für die nächsten Jahrzehnte passen“, zeigte Groh sich überzeugt.

Die Wände des Baus entstehen aus Betonfertigteilen, die Fassade hin zum Pausenhof soll, um einen offenen Übergang zu schaffen, komplett verglast werden. Ins Dach, das ein hölzerner Dachstuhl tragen wird, kommen mehrere Fenster. Innen entsteht neben der Küche ein einziger großer Raum.

Ex-Bürgermeister Grandinger, für das Projekt der „wesentliche Motor“, wie ihm Amtsnachfolger Neumaier bescheinigte, zeigte sich erfreut über den Beginn der Umsetzung. Er verwies darauf, dass die hier in die Hand genommenen Steuergelder mit großer Verantwortung sinnvoll eingesetzt werden und daher eine gründliche Planung Voraussetzung sei.

Die Kosten für den Bau der Mittagsbetreuung wurden auf etwa 570 000 Euro veranschlagt, 48 Prozent der förderfähigen Kosten werden vom Freistaat Bayern getragen. Architekt Groh legte eine Mappe mit seinen Plänen in den Grundstein, Grandinger die gesammelten Gemeinderats-Sitzungsniederschriften, die das Projekt behandeln. Hinzu kamen zwei Tageszeitungen, eine Gemeindechronik, ein Krug und ein Zinnteller mit Gemeindewappen aus den Händen der Bürgermeister. Auf die Zeichnungen der Grundschüler folgte nach einer spontanen Idee von Hans Grandinger ein Mund-Nasen-Schutz. Miksch hatte eine Einwegmaske zur Hand, die ebenfalls als Zeitdokument eingemauert wird.

Als nächster Schritt werden die Betonarbeiten von der Erich Käsmaier GmbH aus Maria Thalheim ausgeführt, für die Zimmererarbeiten läuft die Ausschreibung noch. „Wir als Gemeinde begrüßen es, wenn sich bei den Ausschreibungen örtliche Handwerksbetriebe durchsetzen können“, meinte Bürgermeister Neumaier hierzu. Nach dem derzeitigen Stand werden die Arbeiten im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.

Fabian Holzner

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