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Manfred Obermaier ist Vorsitzender der Oldtimerfreunde.

Oldtimerfreunde Kirchberg/Holzland

Heimatmuseum platzt aus allen Nähten

„Der Vergangenheit eine Zukunft geben“, haben sich die Oldtimerfreunde Kirchberg/Holzland auf die Fahne geschrieben. Aber auch die Digitalisierung ist ein Thema – und der Platz auf dem Areal.

Thal „Das Leben, Arbeiten und Wirtschaften in früheren Zeiten zu verdeutlichen und altes Wissen für nachfolgende Generationen sicherzustellen ist das Ziel des Vereins“, erklärt Manfred Obermaier, Vorsitzender der Oldtimerfreunde Kirchberg/Holzland bei der Jahreshauptversammlung (wir berichteten).

Um immer wieder Neues zu bieten, haben sich die aktiven Mitglieder einiges einfallen lassen für die neue Museumssaison, die am 1. April beginnt. Bis zur Eröffnung wollen sie die Längsseite des Museums-Stadls bis zum Windrad sowie das Areal bei den Anschlagstafeln mit altem Pflaster und Granitsteinen befestigen. Zudem soll die Giebelseite, geweißelt und die drei Bauernheiligen darauf gemalt werden, um den „endgültigen Zustand“ des ehemaligen Bauernhauses aus Eitting herzustellen. Das Gebäude wurde von den Oldtimerfreunden liebevoll und detailgetreu wieder aufgebaut.

Zudem soll die Ausstellungsfläche des Museums nochmals vergrößert werden, verriet Vorsitzender Obermaier weiter. „Es sollen zusätzliche Boxen eingezogen werden und sechs weitere Schautafeln hinzukommen.“ Dargestellt werden soll das Mauerhandwerk und die Stöhr-Näherei. Geplant sei zudem ein kleines Archiv.

„Der Platz ist immer noch zu klein“, meinte Obermaier. Deshalb habe man schon einige Exponate im neuen Stadl untergebracht. Hier soll im Treppenhaus noch eine Fotogalerie angebracht werden. Nachdem man für das Heimatmuseum schon 2012 den Kulturpreis und 2014 den Fassadenpreis des Landkreises erhalten habe, sei man im Vorjahr für den Bayerischen Staatspreis für Ländliche Entwicklung nominiert worden. „Der Preis ging leider an ein anderes Projekt“, bedauerte der Vorsitzende.

Aber das Museum wird nicht nur erweitert. Auch das digitale Zeitalter hält Einzug. Nachdem die Homepage unter www.oldtimerfreunde-kirchberg.de komplett erneuert wurde, möchte Bürgermeister Hans Grandinger auf dem Museumsareal einen Hotspot installieren. Der erste Standort sei im Bürgerhaus Schröding vorgesehen, der zweite könnte in Thal sein, verriet er. „Wir wissen noch nicht, wie schnell es geht“, aber beide Standorte würden bezuschusst. Den Großteil der Kosten müsse die Gemeinde Kirchberg übernehmen. „Für den Staatspreis werden wir uns nochmal bewerben. Der wird jedes Jahr verliehen.“

Außerdem setzt Grandinger bei einem weiteren Projekt auf die gute Zusammenarbeit mit den Oldtimerfreunden. Er möchte den alten Kirchenweg von Thal nach Schröding wieder einrichten. Problem sei, dass es sich nicht um einen eingetragenen Weg handle, sondern um einen „Trampelpfad“, der sich überall auf Privatgrund befinde. „Da sind wir auf die Eigentümer angewiesen, dass sie mithelfen, dieses ganz alte Fußwegerl wieder zu reanimieren.“

Dies könnte auch im Rahmen der 1200-Jahrfeier von Kirchberg geschehen, die vom 29. Juni bis 1. Juli gefeiert wird. Auch hier wünscht sich der Bürgermeister, dass die Oldtimerfreunde sich einbringen – was sie schon zugesagt haben. Grandinger stellt sich eine kleine Ausstellung mit besonderen Exponaten vor. „Mir ist wichtig, dass alle Leute mithelfen und nicht die ganze Arbeit auf einem Verein lastet.“ Der Erlös des Drei-Tage-Festes komme der Renovierung der Kirchberger Orgel zugute.

Birgit Lang

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