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Kaputtes Kabel im Verteilerkasten war der Grund für die Telefonstörung in Baustarring

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Auf der Suche nach Empfang: Johann Angermaier in Baustarring. „Immer wieder vertröstet“
Auf der Suche nach Empfang: Johann Angermaier in Baustarring. „Immer wieder vertröstet“ © Birgit Lang

Die Telekom erklärt den Grund für die fast einwöchige Telefonstörung.

Baustarring – Fast eine Woche lang hatten die Bewohner von Baustarring weder Telefon noch Internet (wir berichteten). Die Telekom nimmt nun Stellung „Wir können den Ärger und die Enttäuschung unserer Kunden über die entstandenen Unannehmlichkeiten absolut nachvollziehen. Wir bedauern sehr, dass unsere Kunden ihren Anschluss nicht nutzen konnten. Dafür entschuldigen wir uns“, sagt Nico Göricke von der Presseabteilung des Konzerns auf Nachfrage. Ursache für die Störung sei ein beschädigtes Kabel in einem der eigenen Straßenverteiler gewesen. „Das sind die grauen Kästen am Straßenrand“, erläutert Göricke.

Zunächst habe der Fehler durch Telekom-Netztechniker lokalisiert werden müssen. Diese Messungen müssten sehr gewissenhaft erledigt werden. Dabei müssten die Kollegen auch prüfen, ob es nicht noch weitere Fehler gebe, insbesondere auf dem Leitungsweg zum Straßenverteiler. „Diese Arbeiten nehmen leider eine gewisse Zeit in Anspruch. Durch Umschaltungen auf ein anderes Glasfaserkabel konnte der Fehler aber schnell behoben werden“, erklärt Göricke.

Die Störung des Anschlusses der 74-jährigen Baustarringerin mit Analoganschluss sei auf ein beschädigtes Kabel durch eindringendes Wasser zurückzuführen gewesen. „Auch hier musste der Fehler zuerst aufwendig eingemessen werden, denn wir können nicht auf Verdacht einfach die Straße aufreißen, um die genaue Schadensstelle zu finden.“ Wasserschäden seien grundsätzlich schwieriger und nur mit erheblichem Aufwand zu finden. Oftmals sei das Kabel gleich an mehreren Stellen defekt.

Um solche beschädigten Kabel im Erdreich auszutauschen und zu montieren, seien meist umfangreiche Tiefbauarbeiten im öffentlichen Straßenraum erforderlich, erklärt der Telekom-Mitarbeiter „So auch in diesem Fall. Dafür benötigen wir Genehmigungen, und selbstverständlich hat hier Sicherheit oberste Priorität: sowohl die der Straßenverkehrsteilnehmer als auch Kollegen vor Ort, die auf der Baustelle arbeiten.“

Zusätzlich seien diese Arbeiten von einer Reihe weiterer Faktoren abhängig: Zum Beispiel könnten einsetzende Regen- oder Schneefälle oder Frost die Arbeiten behindern oder sogar unmöglich machen, insbesondere jetzt in den Wintermonaten. „Trotz sorgfältiger Planung und des enormen Einsatzes unserer Technikteams können all diese äußeren Faktoren leider immer zu Verzögerungen bei der Beseitigung von Störungen führen“, wirbt er um Verständnis.

Am Mittwoch wurde auch der Schaden bei der älteren Dame behoben, deren Telefon nun wieder einwandfrei funktioniert.

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