Haushalt

Kirchberg baut Schulden ab

Einen über die vergangenen Jahre auf nun 2,3 Millionen Euro geschrumpften Schuldenstand übernimmt Kirchbergs Bürgermeister Dieter Neumaier von seinem Vorgänger Hans Grandinger.

Kirchberg – Zur ersten Sitzung des neuen Gemeinderats stand unter vielen anderen Punkten auch der Rechenschaftsbericht zur Haushaltsrechnung für das abgelaufene Jahr auf der Tagesordnung. VG-Geschäftsleiter Karlheinz Miksch trug den wiedergewählten und neu hinzu gekommenen Räten den Umfang des Gemeindehaushalt sowie die wichtigsten Einnahme- und Ausgabepositionen für den Stichtag 31. Dezember 2019 vor. Der gesamte Haushalt umfasste 4,5 Millionen Euro und übertraf damit leicht das Vorjahr (4,4 Mio.). Dieser setzt sich aus dem Verwaltungshaushalt mit 2,5 Millionen und dem Vermögenshaushalt mit 2,0 Millionen Euro zusammen.

Als ungewöhnlich bezeichnete Miksch das Unterschreiten der Prognose bei der Einkommenssteuerbeteiligung. Zwar lag das Ergebnis mit 675 666 Euro nur rund 2000 Euro unter dem Schätzwert, der aufgrund von Zahlen des Statistischen Landesamtes bestimmt worden war. In den vergangenen Jahren wurde dieser allerdings immer deutlich überschritten. „Noch ganz unabhängig von der Corona-Krise wurde hier ein Scheitelpunkt erreicht. Als Einbruch kann man das aber nicht bezeichnen“, teilte Miksch seine Einschätzung dem Gemeinderat mit.

Die Schlüsselzuweisung fiel mit 117 000 Euro ebenfalls etwas geringer aus als im Haushaltsplan angesetzt. Das Gewerbe in der Gemeinde florierte 2019: Mit einer Gewerbesteuer von 475 000 Euro wurde gerechnet, tatsächlich flossen 546 070 Euro in den Verwaltungshaushalt. Aus diesem bezahlte man Zinsen für laufende Kreditverträge (33 647 Euro), gab von der Gewerbesteuer eine Umlage von 72 057 Euro an den Staat ab und entrichtete die Kreisumlage (543 960 Euro). 214 Euro pro Einwohner, insgesamt knapp 214 000 Euro machte die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft aus.

Rund 490 000 Euro, etwa 76 000 Euro mehr als geplant, konnten vom Verwaltungs- dem Vermögenshaushalt zugeführt werden, „ein sehr, sehr gutes Ergebnis“, urteilte Miksch. Aus den Rücklagen musste Kirchberg dem Vermögensetat fast eine Million Euro zuführen, über eine weitere halbe Million kamen als Zuschüsse für Investitionen dazu. Das Ziel, ohne neuen Kredite zu wirtschaften, wurde erreicht. Fabian Holzner

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