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Naturdenkmal im Holzland

Eine Lösung für die  bedrohte Lindenallee

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Kleinere Abstände sollen die  Pflanzung von 70 Bäumen möglich machen. Der Gemeinderat Kirchberg hat bereits sein Okay gegeben. Jetzt kommt es auf die Grundeigner an.

Kirchberg – Die Lindenallee zwischen Kirchberg und Wartenberg ist ein Wahrzeichen des Holzlandes. Doch die eng an der Kreisstraße ED 2 gepflanzten Bäume sind schon lange in Gefahr. Jede Fällung einer durch Alter oder Verkehrsschäden geschwächten Linde führte zu heftigen politischen Debatten. Nun vermeldet das Landratsamt: „Die Zukunft für das einzigartige Naturdenkmal ist gesichert.“

Es sei eine tragfähige Lösung für die Zukunft der Lindenallee gefunden worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) habe die beteiligten Kommunen für ein nachhaltiges und schonendes Konzept gewinnen können, das sowohl die Belange der Bäume als auch die der Verkehrsteilnehmer berücksichtige. Der Gemeinderat Kirchberg habe den Vorschlag bereits einstimmig gebilligt. In Wartenberg habe der amtierende Gemeindechef, 3. Bürgermeister Christian Pröbst (CSU), die Pläne ebenfalls gelobt.

Das Konzept des Landratsamtes sieht Nachpflanzungen in einem Abstand von etwa 2,50 Meter von der Fahrbahnkante vor – auch in bestehenden Baumlücken, die größer als 100 Meter sind. Die Sicherung erfolge nun nicht mit Grunddienstbarkeit, sondern mit privatrechtlicher Vereinbarung, um es für die Grundstückseigentümer möglichst unkompliziert zu gestalten. Aufgrund der Verkehrssicherheit erfolgen keine Nachpflanzungen in Sichtdreiecken oder Einfahrten. Der Landkreis ist für die Pflanzung der Bäume und das Staatliche Bauamt Freising für ihre Pflege verantwortlich. Somit könnten – vorbehaltlich der Zustimmung der Grundeigentümer – demnächst rund 70 neue Bäume gepflanzt werden, um den Erhalt dieses einzigartigen Naturdenkmals zu sichern.

Landrat Martin Bayerstorfer freut sich über die historische Entscheidung: „Lange haben wir nach einer tragfähigen Lösung gesucht, die sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Schutz der Bäume im Blick hat. Ich bin froh, dass dieses Vorhaben nun die Zustimmung der Gemeinden und Fachbehörden gefunden hat und wir so die Lindenallee für nachfolgende Generationen erhalten können.“

Der Kirchberger Bürgermeister Hans Grandinger begrüßt das ebenfalls. Viele Meinungen hätten auf einen Nenner gebracht werden müssen, was das Verfahren in die Länge gezogen habe.

Kirchbergs Gemeinderat Dieter Neumaier, der sich sehr für den Erhalt der Lindenallee einsetzt, ist zuversichtlich, dass mit dem Kompromissvorschlag von 2,50 Metern zwischen Bäumen und Fahrbahn im Vergleich zu 4,50 Metern eher eine Einigung mit den Anliegern erzielt werden könne.

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