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Auftakt beim Holzlandvolksfest: Bereit für fünf Tage Geselligkeit

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Von: Fabian Holzner

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Umjubelter Auszug vom Kirchplatz ins Festzelt an der Grundschule: Unter den mehr als 25 Vereinen war die Landjugend Steinkirchen, mit Fahnenträger und selbstverständlich in Tracht.
Umjubelter Auszug vom Kirchplatz ins Festzelt an der Grundschule: Unter den mehr als 25 Vereinen war die Landjugend Steinkirchen, mit Fahnenträger und selbstverständlich in Tracht. © Fabian Holzner

Auszug und Anzapfen beim Holzlandvolksfest in Schröding. 1400 Besucher feierten am ersten Abend.

Schröding – Hunger und Durst gehören schon immer zu einem Volksfest – was die Holzländler aber heuer, zum Auftakt ihrer Fünf-Tage-Feier, nach Schröding trieb, war in erster Linie eines: der Durst nach Geselligkeit, „nach zwei Jahren der Abstinenz“, wie Festlader Xaver Reiser den vielen hunderten auf dem Kirchplatz versammelten Auszugsteilnehmern entgegenrief. Und so könnte man schon vor dem Ozapfa durch Bürgermeister Dieter Neumaier beobachten, wie dieser Durst in großen Zügen gestillt wurde. So viele Menschen grinsten selig, lachten und ratschten ausgiebig miteinander.

Mehr als zwei, aber auch nicht ganz drei Schläge brauchte Neumaier, um den Zapfhahn in das erste Fass Festmärzen zu treiben, nachdem sich der Festzug auf die Salutsalven der Holzlandböllerschützen hin ins Zelt aufgemacht hatte. Als er etwa eineinhalb Stunden später für eine Begrüßungsrede zum Mikrofon griff, waren 15 Kilo Obatzter bereits ausverkauft und die 1400 Gäste in bester Laune. Im Zelt hatte der Festausschuss in Absprache mit dem Landratsamt die Zahl der Biertischgarnituren nochmals aufgestockt, der Biergarten davor fasst jetzt dreimal mehr Besucher als zunächst geplant.

Nachdem er mitgeholfen hatte, die ersten schäumenden „Pfief“ Bier an die Ehrengäste auszuschenken, hielt auch Festausschussvorsitzender Martin Grandinger eine kurze Ansprache: „Wir erwarten fünf Tage Ansturm. Dabei ist mir eines ganz wichtig: Das Fest soll sicher ablaufen.“ Die Feiernden beantworteten dies mit Applaus.

Beklatschtes Anzapfen: Bürgermeister Dieter Neumaier (l., vorne, l.) zapfte das erste Fass an und schenkte mit Volksfestorganisator Martin Grandinger (vorne, r.) die ersten Mass Festbier aus. 
Beklatschtes Anzapfen: Bürgermeister Dieter Neumaier (l., vorne, l.) zapfte das erste Fass an und schenkte mit Volksfestorganisator Martin Grandinger (vorne, r.) die ersten Mass Festbier aus.  © Fabian Holzner

Unter ihnen begrüßte Bürgermeister Neumaier auch Staatsministerin Ulrike Scharf, Landrat Martin Bayerstorfer, der schon zum Auszug den Holzlandböllerschützen das Kommando gab, dessen Stellvertreter Franz Hofstetter, die Bürgermeister der Holzlandgemeinden mitsamt Gemeinderäten, viele Altbürgermeister und Bürgermeisterkollegen aus Nachbargemeinden wie Hans Wiesmaier aus Fraunberg oder Max Gotz aus Erding sowie mehr als 25 Vereine.

Sämtliche Feuerwehren, Schützen und Sportler waren vertreten, der FSV Steinkirchen allein belegte 13 Tische, und die jüngere Generation, die besonders unter den Entbehrungen gelitten hatte, saß in erster Reihe vor der Bühne. Die Landjugend Steinkirchen und die Dirndlschaft „Hoizlandmadl“ beanspruchten ihren Nachholbedarf bereits zu den Klängen der Holzlandblaskapelle und werden zu rockigerem Sound in den drei Partynächten über das Pfingstwochenende sicher auf ihre Kosten kommen.

Neumaier fasste die Stimmung zum Auftakt des Holzlandvolksfests in ein einfaches Bild: Er hielt einen Smiley auf einem Plakat in die Höhe und rief unter großem Beifall: „Endlich ist wieder was los bei uns. Man sieht in den Gesichtern der Leute, dass uns das Miteinander und diese Lockerheit so lange gefehlt haben.“ Das traditionelle Dirigieren der Blaskapelle ließ der Musiker allerdings aus und setzte sich stattdessen ans Schlagzeug, um gleich mitzuspielen.

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