WACHSTUMSKURS

Kirchberg will 1000-Einwohner-Marke knacken

Kirchberg – Die Gemeinde Kirchberg schafft die Voraussetzungen vielleicht doch noch, die Marke von 1000 Einwohnern überspringen zu können.

Die Kommune wird zwar auch mit dem jetzt begonnenen Neubaugebiet die kleinste Gemeinde im Kreis Erding bleiben, aber auch Kirchberg genehmigt sich ein moderates Wachstum, indem sie im Bereich „Schröding Ost“ eine Erweiterung ins Werk setzt.

Der Gemeinderat jedenfalls hatte sich in seiner jüngsten Sitzung mit den eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange für die Flächennutzungsplanänderung und für den Bebauungsplan zu befassen. Rund 20 Bauparzellen werden es hier auf knapp 17 000 Quadratmetern. Kritik kam von der Regierung von Oberbayern, die von der „ungünstigsten möglichen Variante“ spricht, zugleich aber der Gemeinde zugute hielt, dass sie den Nachweis erbracht hat, dass andere Flächen, die im Flächennutzungsplan bereits ausgewiesen sind, nicht zur Verfügung stehen. Damit konnte auch diese Behörde der Planung zustimmen. Zurück gewiesen hat der Gemeinderat in seinem einstimmigen Beschluss die Einlassung der Regierung von Oberbayern, das jetzt ausgewiesene Gebiet sei größer als das Vorhandene Baugebiet „Schröding Ost“. Tatsächlich sind beide Siedlungsgebiete etwa gleich groß, wenn man die Schreinerei im Norden einbezieht.

Ausgezeichnet gelungen ist aus Sicht der Naturschutzbehörde der Ausgleich für den Eingriff in den Naturhaushalt. Die Stellungnahme enthält gleich an mehreren Stellen großes Lob an die Adresse von Planer und Gemeinde. Unter dem Strich kam keine Stellungnahme, die eine Änderung der Planung erzwungen hätte, so dass der Gemeinderat die weiteren Schritte, und das sind die Offenlegung und die endgültige Behördenbeteiligung, durchführen kann.

Wie nötig der neue Bebauungsplan ist wurde dem Gemeinderat in der gleichen Sitzung vor Augen geführt: Das Neubaugebiet „Schröding Ost“ wird voll: Hier lag ein Bauantrag auf dem Tisch, der auch mit einigen unbedeutenden Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans einstimmig durchging. Was bleiben wird, ist die Schreinerei Nagl. Bekanntlich ist diese nach einem schweren Brand weitgehend vernichtet worden. Weil sie aber im Außenbereich liegt, braucht der Unternehmer für die Instandsetzung eine Genehmigung. Diese war für den Gemeinderat problemlos, auch die Nachbarunterschriften sind alle da, was das Verfahren wesentlich erleichtert.

In der gleichen Sitzung hat der Gemeinderat aber auch das nächste Baufeld angepackt und für den Bereich „Hölding Nord“ den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes gefasst. Damit setzt der Rat seine Politik fort, nicht nur Schröding als den Hauptort zu entwickeln, sondern auch die anderen Ortsteile nicht zu vernachlässigen. Die jungen Menschen sollen im Ort bleiben können. Das hat der Gemeinderat mehrfach als Ziel formuliert, und genau darum ging es auch hier: Maximal zwei Häuser werden gebaut werden können. Auf Nachfrage schloss die Verwaltung nicht aus, dass dieser Bebauungsplan, der hier trotzdem nötig wird, im sogenannten vereinfachten Verfahren durchgezogen werden kann.  klk

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