Trotz Investitionen

Kirchbergs Schuldenberg schrumpft

Die Gemeinde Kirchberg wächst weiter, und zwar durchaus kräftig: 104 Zuzügen standen 2016 nur 79 Wegzüge gegenüber.

Kirchberg – Diese und noch viel mehr Zahlen nannte Bürgermeister Hans Grandinger in der Bürgerversammlung in Arndorf.

Diese sogenannten Wanderungsgewinne gleichen den natürlichen Bevölkerungsverlust aus: Zehn Geburten und 18 Sterbefälle stehen hier zu Buche. So hat die Gemeinde jetzt 1064 Einwohner und bleibt damit die kleinste Gemeinde im Kreis Erding. Aber die hat eine Menge Geld umgesetzt im vergangenen Jahr. Der Finanzbericht weist ein Haushaltsvolumen von 2,919 Millionen Euro aus und einen Überschuss von satten 256 627 Euro, die der allgemeinen Rücklage zugeführt werden konnten. Der Schuldenstand sinkt langsam weiter auf jetzt 2,855 Millionen Euro. Zum Vergleich: 1996 waren es noch 3,985 Millionen. „Da können wir wirklich stolz sein“, so der Bürgermeister.

Und doch hat die Gemeinde enorm etwas schaffen können: Die neue Turnhalle ist fertig. Sie steht neben dem weiteren Schuldenabbau ganz oben auf der Liste der Dinge, die heuer abgeschlossen werden sollen. Allerdings sind es nur noch die „Restkosten“ von 34 647 Euro von der Gesamtsumme von 743 277 Euro geschätzten Baukosten, wie Grandinger hervorhob.

Die Grundschule Schröding – Hauptgrund für die hohe Verschuldung – muss schon in Teilen wieder saniert werden, und zwar im Bereich Brandschutz. Und auch das Baugebiet „Schröding Ost“ will die Gemeinde erweitern. Dieses wird außerhalb des Haushalts finanziert. Die Erschließung will die Gemeinde bis Juli abschließen, sodass heuer noch die ersten Häuslebauer anfangen können.

Zum Bericht des Bürgermeisters gehörte auch die Kläranlage, für die noch 338 492 Euro offen sind. Mehrkosten von fast 19 500 Euro musste Grandinger begründen, unter anderem durch eine Beckenwandverstärkung. „Nix Dramatisches“, so der Bürgermeister.

Der Breitbandausbau verschlingt 353 175 Euro, von denen 70 635 Euro bei der Gemeinde bleiben. Der Dorfplatz in Schröding ist jetzt fertig und war für die Gemeinde für rund 80 000 Euro zu haben. Das war eine Maßnahme, die aus dem Programm „Integrierte ländliche Entwicklung“ gefördert worden ist, genau wie das Heimatmuseum und die Nachbarschaftshilfe. Weitere Maßnahmen für dieses Programm sind das Wegenetz, Flurneuordnungen und das Gemeinde-Entwicklungskonzept. klk

Rubriklistenbild: © dpa

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