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Die beiden Gemeinderatskandidaten Andrea Ismaier und Lorenz Oberndorfer hatten die gleiche Anzahl an Stimmen. Wer ins Gremium einzieht musste per Los entschieden werden.
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Unter Aufsicht von Martina Huber, Schriftführerin des Wahlausschusses, zog Beisitzerin Sandra Strobl das Los.

Kommunalwahl 2020

Losentscheid in Kirchberg: Oberndorfer ist Gemeinderat

Die beiden Gemeinderatskandidaten Andrea Ismaier und Lorenz Oberndorfer hatten die gleiche Anzahl an Stimmen. Wer ins Gremium einzieht musste per Los entschieden werden.

KirchbergSchon vor dem Losentscheid waren sich Andrea Ismaier und Lorenz Oberndorfer einig: „Ändern wird sich zwischen uns sicherlich nichts.“ Beide kamen bei den Wahlen für den Kirchberger Gemeinderat auf 229 Stimmen, beide hatten somit Anspruch auf den zwölften, also letzten Platz im Gremium. Was bei allen anderen Platzierungen folgenlos geblieben wäre, führte hier zu einer Situation mit Seltenheitswert: Es kam zum Losentscheid.

Lorenz Oberndorfer wird künftig im Gemeinderat sitzen.

Ein von Sandra Strobl, Beisitzerin im Wahlausschuss, gezogener Loszettel entschied, dass Oberndorfer das Gremium vervollständigen wird. Beide Kandidaten wurden fast live von Kirchbergs künftigem Bürgermeister Dieter Neumaier per Textnachricht über den Ausgang des Losentscheids informiert. Neumaier hatte als Zuschauer an der öffentlichen Wahlausschusssitzung in der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen teilgenommen. 

Beide Kandidaten stießen zum Unentschieden an

Dass sich Ismaier und Oberndorfer gut kennen, ist in der kleinsten Gemeinde des Landkreises nicht verwunderlich. Sie trennen nur fünf Jahre Altersunterschied. Vor drei Jahren arbeiteten beide im Festausschuss für das Holzlandvolksfest.

„Was sagst jetzt du zu der Gaudi?“, fragte Ismaier, die bei der Stimmauszählung in der Grundschule Schröding zugegen war, noch am Wahlabend Oberndorfer. Der nahm’s gelassen und meinte: „Wahrscheinlich haben die sich verzählt.“ Hatten sie aber nicht. Noch vor den Ausgangsbeschränkungen trafen sich die beiden Zwölftplatzierten und stießen auf ihr Abschneiden und den Losentscheid an. Auf den mussten sie krisenbedingt zwei Wochen länger als zunächst geplant warten.

Kuriose Idee: Zwei Teilzeit-Gemeinderäte

Andrea Ismair ist erste Nachrückerin.

Diese Zeit nutzte der 39-jährige Agrarbetriebswirt Oberndorfer für augenzwinkernde Lösungsvorschläge: „Wir könnten ja Teilzeit-Gemeinderäte werden und uns das Amt teilen“, unterbreitete er seiner Mitbewerberin ein Angebot. Ismaier (34), selbstständige Kosmetikerin von Beruf, meinte zur Verzögerung: „Ich bin froh, wenn’s jetzt dann entschieden ist, aber aufgeregt bin ich nicht. Mit dem Wahlergebnis hab’ ich es eh weit gebracht.“ 

Dass das Los entschied, sahen beide als „die fairste Entscheidung“. Ausgeschlossen ist mit dem Losglück von Oberndorfer aber nicht, dass doch beide im Verlauf der nächsten sechs Jahre einen Platz im Gemeinderat hätten. Denn Ismaier ist erste Nachrückerin, sollte einer der Räte ausfallen. 

Fabian Holzner

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