Der erste Auftritt in der neuen Turnhalle: Der Kinder- und Jugendchor Schröding und Inning sang mit etlichen anderen Chören zu Gunsten der Schrödinger Kirche. foto: Kuhn

Benefizveranstaltung

Ein Konzert, zwei Premieren

Christian Weber aus Thal gebührt der Verdienst, den Anfang gemacht zu haben: Mit einem großen Konzert in der Schrödinger Turnhalle hat er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Schröding – Die Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten der Schrödinger Pfarrkirche St. Nikolaus und ihrer Sanierung hatte eine doppelte Bedeutung: Erstens hat Weber die Spendenaktion für das 1,3-Millionen-Projekt (wir berichteten) anlaufen lassen, und zweitens brachte er die erste große Kulturveranstaltung in der neuen Schrödinger Turnhalle über die Bühne.

Der Heimatzeitung sagte er am Rand der Veranstaltung in der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Halle: „Das dient beiden: Wir können unser Können darbieten, und für die Kirche ist es eine gute finanzielle Spritze.“

Das erste ist gelungen: Die Bruckner-Kantorei, der Kinder- und Jugendchor Schröding und Inning, der Chor „Ton in Ton“ und „Frauenklang“ samt Begleitband sorgten für ein abwechslungsreiches Programm, bei dem dem Zweck des Abends angemessen auch geistliche Lieder eine ganz wesentliche Rolle spielten. Pfarrgemeinderat und Frauengemeinschaft Schröding sorgten für die Bewirtung. Durch das Programm führte Michaela Heiner-Weber, die überdies die Gelegenheit für eine nette Geste nutzte: „Wir begrüßen auch unsere neuen Nachbarn, die Flüchtlinge.“ Das kam gut an. Bei einer Sitzung sei die Idee zu dieser Veranstaltung entstanden, erzählte sie in ihren einführenden Worten.

Am Ausgang war sich Pfarrer Jacek Jamiolkowski nicht zu schade, selbst mit dem Spendenkörbchen zu stehen. Wie viel an Reinerlös zusammen gekommen ist, wird erst in den nächsten Tagen feststehen, aber der Anfang ist gemacht und der sollte es nach den Worten der Moderatorin auch sein.

Die Veranstaltung förderte aber noch einiges mehr zutage: So zeigte sich, dass die Akustik in der Halle ganz ausgezeichnet ist. Das dürfte sich bei Gruppen und Vereinen, die Musik machen, schnell herumsprechen. Die Schulaula als Vorraum für Bewirtung, mit einer entsprechenden Infrastruktur hinten dran, einschließlich sanitärer Einrichtungen, bestand ebenfalls die Feuertaufe.

Die Gemeinde Kirchberg, die bekanntlich diese Halle ohne jede Kreditaufnahme hat hinstellen können, hat hier einen ganz großen Wurf gelandet. Ausnahmesituation herrschte jedoch in den Straßen ringsum. Zwar wäre die Feuerwehr noch überall durchgekommen, aber auch nur, weil die Gäste ausnahmslos sehr rücksichtsvoll bei der Parkplatzsuche waren.

Die Gemeinde Kirchberg ist mit der neuen Turnhalle reicher geworden. Das kulturelle Leben in der kleinsten Gemeinde im Kreis Erding wird gewaltig gewinnen.

Klaus Kuhn

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