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Bagger berührt Raketengeschoss – Landeskriminalamt sperrt Fundort

Kriegsmunition explodiert auf Baustelle

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Bei Baggerarbeiten in der Hofstarringer Ortsmitte hat sich am Dienstagnachmittag kurz nach 16 Uhr eine Explosion ereignet. Ursache war Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die wohl beim Einmarsch der US-Armee zurückgelassen worden war.

Das zumindest ist die Vermutung von Anwohnern.

Der Baggerfahrer hatte zunächst eine Rauchentwicklung bemerkt und sich daraufhin in Sicherheit gebracht. Es entstand ein Feuer, kurz darauf kam es zur Explosion. „Wir haben erst gedacht, dass der Bagger brennt“, erzählt Martin Schmid, der den Zwischenfall als Nachbar beobachtet hat. Silvia Salazar, die das Geschehen ebenfalls aus direkter Nähe verfolgte, berichtet: „Es hat ordentlich gescheppert und wahnsinnig geraucht. Im ersten Moment bekommt man Panik, weil man nicht weiß, was passiert ist“.

Die Arbeiten am Baugrundstück, auf dem vier Wohnhäuser geplant sind, hatten eben erst begonnen. Von der Polizeiinspektion Dorfen verständigt, sicherte das Sprengkommando des Landeskriminalamtes die Baustelle. „Es handelte sich um ein Raketengeschoss, dessen Treibladung beim Kontakt mit dem Bagger ausgelöst wurde. Die Phosphorladung ist daraufhin abgebrannt. Zu diesem Zeitpunkt bestand Gefahr, glücklicherweise ist niemandem etwas passiert“, informiert Hans Rumpfinger, stellvertretender Leiter der Dienststelle Dorfen.

Der Grundstückseigentümer ist nun verpflichtet, das gesamte Areal von einer Fachfirma prüfen zu lassen. Es könnten sich weitere Sprengkörper darauf befinden. Von älteren Hofstarringern wurde bereits gemutmaßt, dass am alten, nicht mehr vorhandenen Bachlauf Kriegsmunition zu finden wäre. „Das wurde beim Wirt am Stammtisch erzählt“, hieß es.

Fabian Holzner

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