Kulturverein „Kirchberger Linde“

Planungen für Waldweihnacht 2019 laufen

Vorsitzende Anna Reinbold übte sich in Bescheidenheit: „Wir sind ein kleiner Verein.“ Der Kulturverein „Kirchberger Linde“ ist mit 59 Mitgliedern wirklich klein. Aber er hat wieder Großes vor.

Kirchberg– Die „Kirchberger Linde“ ist aus dem kulturellen Leben in der Gemeinde nicht wegzudenken. Allerdings zeigten nur wenige der knapp 60 Mitglieder Interesse an der Jahreshauptversammlung: Nur sieben Stimmberechtigte waren da. Diese schwache Besetzung war zum Teil auch krankheitsbedingt. Aber in der Regel sind es, wie bei den Berichten deutlich wurde, ohnehin nur sechs Mitglieder, auf die sich die ganze Arbeit konzentriert. Aber diese sechs machen für die kleine Gemeinde große Kultur.

Nur bei einer Veranstaltung musste die Vorsitzende feststellen, dass diese „nicht so der Renner“ war, ansonsten sei immer alles sehr gut besucht gewesen, bilanzierte Vorsitzende Anna Reinbold. Die Abschlusskonzerte der Kreismusikschule seien beispielsweise ein „besonderer Kunstgenuss“ gewesen. Und die Kulturmacher haben sehr schnell erkannt: Durch den Neubau der Turnhalle ist ein geschützter Innenhof an der Schule entstanden, der sich für Open-Air-Veranstaltungen hervorragend nutzen lässt. Die Akustik, befand die Vorsitzende, habe ungemein gewonnen durch die Schließung des Raumes auf drei Seiten.

Die Mitglieder hielten sich nicht lange mit den Berichten aus der Vergangenheit auf, sondern strengten ihr Gehirn an, was die Zukunftspläne angeht. Einen Advent im Holzland wird es heuer nicht geben, einfach weil die Adventszeit zu kurz ist und schon drei Adventssingen stattfinden. „Das wird einfach zu viel“, weiß Reinbold, die eine solche Veranstaltung aber im kommenden Jahr wieder angehen will und dafür die Zustimmung der Mitglieder erhielt.

Ein Datum steht schon fest: Am 20. Juli soll wieder das beliebte Abschlusskonzert der Kreismusikschule stattfinden. Nach dem großen Erfolg mit dem Ausflug nach München samt Stadtführung soll im kommenden Jahr wieder eine Fahrt angeboten werden. Als Ziel wurde Regensburg genannt, aber ganz fix ist das noch nicht. Reiselustig gaben sich die Mitglieder ohnehin: Sie erinnerten sich noch mit Vergnügen an einen dreitägigen Ausflug nach Südtirol und überlegten, ob und wie der wiederholt werden könnte. Die Planungen laufen an.

Das größte Projekt 2019 könnte dann eine Neuauflage der Waldweihnacht werden. Hierzu allerdings will die Vorsitzende andere Vereine ins Boot holen, denn die genannten sechs Aktiven im Verein könnten ein solches Event unmöglich allein stemmen. Sie schielte dabei auf die Feuerwehr, „einfach weil das die Größeren sind“. „Allein würde ich es nicht machen, aber wenn noch ein Verein mitmacht, würde ich es wieder packen“, sagte Reinbold und reagierte damit auf etliche Anfragen aus der Bürgerschaft, die eine solche Veranstaltung gern noch einmal sehen würde.

Die Vorsitzende regte an, dass wie beim Volksfest eine Art Festausschuss gebildet wird, damit die Arbeit gleichmäßiger verteilt wird. Etwaige Vorlaufkosten für die Waldweihnacht könnte der Verein stemmen. Zweiter Kassier Konrad Sedlmaier, der den ersten Kassier vertreten musste, stufte den Kassenstand trotz der 20 000 Euro-Spende für die Turnhalle als „nicht schlecht“ ein.

Klaus Kuhn

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