Das Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen wurde im Juli 2013 eingeweiht. Mittlerweile ist der Platz schon wieder recht rar. 

Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen

Rathaus wird langsam zu klein

Es war eine Randbemerkung bei der Bürgerversammlung. Aber die hat aufhorchen lassen. Das Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen wird langsam zu klein.

Von Klaus Kuhn

Kirchberg – Am 7. Juli 2013 wurde das Verwaltungsgebäude in Steinkirchen, das das alte Rathaus ersetzt hat, eingeweiht. Es ist inzwischen weitgehend abbezahlt, was nicht zuletzt deshalb gelungen ist, weil damals eine strikte Kostenkontrolle hat durchgehalten werden können. Ein Luxusbau war das Rathaus nie, mit seiner halben Million Euro Baukosten. Bürgermeister aus der Umgebung hätten schon gehöhnt, das Verwaltungsgebäude für die VG Steinkirchen sei „armselig“, was Kirchbergs Grandinger bei der Bürgerversammlung dieser Tage zu der Bemerkung veranlasste: „Wir sind arm, aber selig.“ Aber dann ließ er den Hammer fallen: Rathaus wird allmählich zu klein.

„Die Aufgaben werden immer mehr. Man mag es eigentlich nicht glauben“, klagte Grandinger. „Darum tun wir schon wieder einiges auslagern.“ Das Aufgabenwachstum betreffe vor allem die Bauverwaltung, bei der immer mehr Arbeit ankomme. Dazu kämen die gemeindeeigenen Bauvorhaben. Fünf Teil- und sieben Vollzeitkräfte und eine Auszubildende arbeiten in der VG. Von der Umlage her sei man zufrieden. „Wir zahlen schon keinen Zins mehr.“ Es sei gelungen, mit der Tilgung „weit vor dem Soll“ zu sein, sodass die Umlage deutlich habe reduziert werden können.

Die Aufgabe für die VG für die Zukunft umriss der Bürgermeister aber auch: Die Umstrukturierung werde abgeschlossen, kündigte er an. Das sei aber eine Sache, die immer wieder komme, schon wegen der sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Satzungen würden überarbeitet, und zwar für alle Gemeinden und die übrigen Körperschaften, die alle in diesem Rathaus betreut werden. „Wir wollen das auf den neuesten Stand bringen.“ Das Leitungskataster werde digitalisiert, was wieder das Bauamt betreffe. Die Maßnahmen aus der integrierten ländlichen Entwicklung würden von hier aus umgesetzt. „Da ist ständig was zu tun.“ Und das erfordere ganz einfach auch Personal.

Ganz so dramatisch wollte es Verwaltungsleiter Karlheinz Miksch nicht sehen. Aktuell werde noch nichts ausgelagert, wenn man mal von Funktionen absehe, die mit der Verwaltung nichts direkt zu tun haben. Aber die Raumreserven, die man seinerzeit geschaffen habe, seien alle belegt, bestätigte er. Sollte jetzt noch was dazu kommen, werde man wohl dazu übergehen müssen, dass sich Teilzeitkräfte einen Schreibtisch teilen, deutete er in einem Gespräch mit der Heimatzeitung am Rand der Bürgerversammlung an. Miksch bestätigte aber den von Grandinger beschriebenen Trend und machte das am Beispiel des Auszubildenden deutlich. Der brauche einfach einen eigenen Platz, an dem er auch mal Arbeiten selbstständig erledigen könne. Den gebe es schon nicht mehr. Darum werde der Arbeitsplatz, der eigentlich externen Prüfern vorbehalten sei, von der Nachwuchs-Verwaltungskraft belegt. Über weitere Schritte wollte auch Miksch in diesem Gespräch nicht spekulieren.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

CSU lädt Narrhalla-Schauspieler aus
Der Sketch der Erdinger Faschingsgesellschaft Narrhalla hat der CSU heuer offensichtlich überhaupt nicht gefallen. Kurzfristig wurden die Schauspieler vom CSU-Ball am …
CSU lädt Narrhalla-Schauspieler aus
Land unter im Pastettener Rathaus
Wochenlang müffelte es modrig im Pastettener Rathaus, und das Archiv der Verwaltung konnte nur eingeschränkt genutzt werden. Beides ging auf einen Wasserschaden zurück. …
Land unter im Pastettener Rathaus
Seit 30 Jahren gibt Müller den Takt an
Auf ein ereignisreiches, erfolgreiches Vereinsjahr blickte Hans Wegmann bei der Jahreshauptversammlung der Holzlandblaskapelle zurück. Im Mittelpunkt des Abends stand …
Seit 30 Jahren gibt Müller den Takt an
70 000 Euro für Sozialarbeit an Grundschulen
An beiden Dorfener Grundschulen liegt der Schüleranteil mit Migrationshintergrund deutlich über 20 Prozent. Als Unterstützung soll ab 2019 „Jugendsozialarbeit an …
70 000 Euro für Sozialarbeit an Grundschulen

Kommentare