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Seltenheit: Der Fuchs „F 100“, Baujahr 1963, steht in Arndorf.

Zwei Alte Seilbagger

Rostige Raritäten

Richtige Museumsstücke sind es, die auf einem Grundstück am Rand vom Kirchberger Ortsteil Arndorf vor sich hin rosten. Zwei Seilbagger sind hier zu bewundern.

Arndorf – Beide dürfen nach Recherchen der Heimatzeitung als echte Raritäten gelten: Der eine ist ein von Josef Eckart im Jahr 1958 gebauter Bagger vom Typ „UN2SS“, über den nicht einmal Google etwas weiß, und das will etwas heißen. Das Maschinenbauunternehmen Josef Eckart wurde 1921 in Landshut gegründet und besteht bis heute, wenn es auch in einer anderen Unternehmensgruppe aufgegangen ist. Das Gerät war sogar selbstfahrend und wurde über Pedale und Hebel bedient. Ein zentraler (kleiner) Motor trieb die verschiedenen Seilwinden für die Funktionen an.

Das ist auch das Prinzip des zweiten Geräts, das fünf Jahre jünger ist: Ein Fuchs „F 100“ – und auch das ist eine absolute Rarität. Gedacht als eine verbesserte Variante des Modells „D 1“ brachte der Seilbaggerhersteller diesen als Dunglader auf den Markt, ebenfalls als Selbstfahrer. Wer allerdings hiermit unterwegs war, der musste Geduld aufbringen: Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit zwei Stundenkilometern angegeben. Ganze sechs PS aus einem Hatz-Motor hat dieser Bagger unter der rostigen Haube, aber die reichen für eine Hubleistung von immerhin 650 Kilo. Das in Arndorf stehende Modell ist genau dieser Selbstfahrer.

Diesen Bagger konnte Fuchs auch als Aufbau auf einem Lastwagen liefern, oder in der Schleppervariante. Interessant: Das Arndorfer Modell hat auch eine Zugdeichsel für einen Schlepper, war aber sonst gewissermaßen die Spar-Variante: Ein Regenschutzdach und keine damals ebenfalls lieferbare Kabine. Allerdings fehlt auch die Lenksäule, die im Baggerbetrieb nach vorn geklappt werden konnte. Mitte der 50er- bis Ende der 60er-Jahre wurde dieser Helfer in der Landwirtschaft gebaut. Wie viele ist nicht mehr nachvollziehbar, da es alles Einzelanfertigungen waren. Geliefert wurde das Gerät mit einem Ausleger von fünf oder auch sechs Metern, und die Ausrüstungen reichten von Rübenzange bis zu Greifern verschiedener Größe. In Arndorf ist sogar beides zu sehen. Das Gewicht wird mit 2,4 Tonnen angegeben. Das heillos verwitterte Typenschild an dem Eckart-Bagger ist weit weniger aussagekräftig.

Klaus Kuhn

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