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Fingerzeig als Dankeschön: Schreinermeister Herbert Nagl bei seiner Ansprache beim Dankesfest für alle Feuerwehren und Helfer.

Nach Brandkatastrophe

Schreinermeister Nagl dankt Helfern mit einem Fest

Im November 2015 ist die Schreinerei von Herbert Nagl niedergebrannt. Jetzt lud er Feuerwehrleute und Helfer, die in der Katastrophe halfen, zu einem Danke-Essen ein.

Schröding – „Fast jedes schlimme Ereignis bringt irgendwann auch etwas Positives mit sich.“ Das weiß Herbert Nagl jetzt. Doch als er mitten in der Nacht des 11. November 2015 um 3.10 Uhr in der Früh mitansehen musste, wie seine Werkstatt in Schröding lichterloh in Flammen stand, konnte er daran nichts Gutes finden. Er war schockiert und verzweifelt.

Stundenlang waren zehn Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden mit 150 Mann im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Der Schaden bewegte sich in die Millionen. Doch schnell stand für den 47-Jährigen fest, dass er seine Schreinerwerkstatt wieder aufbauen wollte. Der Bau ist jetzt schon sehr weit fortgeschritten. Doch anstelle eines Richtfestes war für ihn klar: „Ich will ein Dankfest machen.“ Das setzte er auch in die Tat um.

„Dass wir nach dem Brand so viel spontane und schnelle Hilfe von vielen Seiten erhalten haben, war wahrlich eine positive Erfahrung und alles andere als selbstverständlich für mich.“ Zum Dankfest lud er deshalb nicht nur alle am Bau beteiligten Firmen ein, sondern vor allem auch all die Feuerwehrkameraden und freiwilligen Helfer, die ihm beim Brand zur Seite standen und Schlimmeres verhinderten. Rund 180 Personen, darunter viele Aktive von den Feuerwehren Kirchberg, Taufkirchen, Steinkirchen, Hofstarring, Erding, Sulding, Moosburg, Wartenberg, Langenpreising und Hohenpolding kamen, um gemeinsam mit ihm den Neuanfang zu feiern. Bis um vier Uhr in der Früh wurde ausgelassen gefeiert, aber auch viel über die Schreckensnacht geredet.

In seiner Ansprache erinnerte der Schreinermeister an die Katastrophe, bei der die Feuerwehren gerade „noch rechtzeitig den Brand löschten, bevor unsere Garagen und das Wohnhaus auch noch in Mitleidenschaft gezogen worden wären“. 230 000 Liter Wasser wurden laut Aussage der Gemeinde dafür gebraucht und wie Nagl spaßeshalber in seiner Rede erwähnte, „war es ja somit kein Wunder, dass hier alles kaputt gegangen ist“.

Der Bauboom in der Region machte dem Geschäftsmann den Wiederaufbau nicht leicht. Denn es war mitunter schwer, Firmen zu finden, die gleich Zeit hatten. Dennoch wurde Ende Mai mit dem Wiederaufbau begonnen und mit rund zehn Monaten Bauzeit liegt ein straffes Programm hinter allen Beteiligten. „In drei Wochen wird hier wieder produziert“, ist sich Nagl sicher. „Viele Kunden warten schon auf die Fertigung ihrer bestellten Möbel und für uns gibt es jetzt nicht Schöneres, als nach dieser langen Zeit ohne eigene Werkstatt die Aufträge mit unserem neuen und modernen Maschinenpark anfertigen zu dürfen.“ Außerdem erwartet die Kunden bald wieder eine neue Ausstellung, in dem auch das kleine Küchenstudio, das kurz vor dem Brand neu dazugekommen war, ebenfalls wieder seinen Platz finden wird.  mel

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