Gemeinderat Kirchberg

Schulturnhalle ohne neue Schulden

Kirchberg - Die Gemeinde Kirchberg hat 2015 gut gewirtschaftet. Das berichtete Kämmerer Karlheinz Miksch im Gemeinderat.

Eine Zuführung zur allgemeinen Rücklage war eigentlich nicht vorgesehen, sie konnte aber um über eine halbe Million Euro aufgestockt werden. Das kam dem großen Vorhaben Schulturnhallenbau zugute. Bekanntlich haben die Kirchberger das ehrgeizige Ziel, dieses Projekt aus eigener Kraft und ohne neue Schulden zu stemmen. Mit dem Rechnungsergebnis war klar, dass das machbar sein wird.

Die Gemeinderäte nahmen die Zahlen in ihrer Sitzung mit Erleichterung auf. Zudem teilte Kämmerer Karlheinz Miksch der Heimatzeitung mit, dass die neue Halle nach den Pfingstferien betriebsbereit sein könnte. Genauer konnte und wollte er wegen der noch laufenden Arbeiten nicht werden. Auch gibt es noch keinen Einweihungstermin. Möglicherweise wird damit gewartet, bis auch die Außenanlagen alle fertig sind. „Dann sollte schon wirklich alles fertig sein“, so Miksch.

Der Überschuss im Verwaltungshaushalt war am Jahresende über 60 000 Euro höher als veranschlagt und erreichte knapp 360 000 Euro. Bei der Gewerbesteuer hatte Miksch bei der Kalkulation um knapp 10 000 Euro zu hoch gegriffen, dafür konnte die Gemeinde bei den Einkommensteueranteilen über 19 000 Euro mehr vereinnahmen.

Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von im Haushalt veranschlagten Zahlungen wurden zwar benötigt, aber nicht ausgereizt. Die Schulden der Gemeinde wurden um knapp 150 000 Euro reduziert. Der Gemeinderat stellte die Jahresrechnung einstimmig und ohne lange Debatte fest.

Sparkurs im Haushalt weiter notwendig

Leichte Entspannung bei den Kommunalfinanzen: Unter diese Überschrift ließ sich Mikschs Zwischenbericht zum laufenden Jahr zusammenfassen, der heuer etwas früher als sonst abgegeben worden ist. Das Halbjahr ist noch nicht um, aber die Tendenzen sind klar: So wird der Überschuss im Verwaltungshaushalt deutlich höher ausfallen als geplant: Statt der veranschlagten knapp 150 000 werden es jetzt wohl knapp 200 000 Euro werden. Hauptursache sind deutlich höhere Erträge sowohl bei den Einkommensteueranteilen als auch bei der Gewerbesteuer.

Die Schulden werden weiter sinken: So wurden bei den im Haushalt veranschlagten Verbindlichkeiten knapp 20 000 Euro und bei den Geschäftsbesorgungsverträgen über 180 000 Euro abgetragen. Dennoch bleibt ein Schuldenberg übrig: Am Ende des ersten Quartals 2016 stand die Gemeinde im Haushalt bei den Banken mit knapp 100 000 Euro in der Kreide. Bei den außerhalb des Haushalts finanzierten Angelegenheiten sieht es aber mit gut 3,5 Millionen Euro immer noch recht düster aus, so dass Miksch weiterhin eine sparsame Haushaltsführung anmahnte.

Dem scheint die Verwaltung auch zu folgen, denn trotz der laufenden Bauvorhaben wie Kläranlage und Schulturnhalle hat die Gemeinde von Kassenkrediten bisher keinen Gebrauch gemacht. Das schlägt unmittelbar auf die Ausgaben für Zinsen durch.

Klaus Kuhn

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