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In der Museumsschmied: Werner Zollner in Aktion beim Hufeisenschmieden. Sandra Knol unterstützt die Kinder beim Kaltschmieden.

Holzlandwichtl

Spannende Exkursion zum Schmied ins Heimatmuseum

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Spannender Tag für die Kinder des Naturkindergartens in Schröding: Die Holzlandwichtel haben das Heimatmuseum in Thal besucht.

Schröding – Dort bei den Oldtimerfreunden Kirchberg konnten die 18 Kinder und ihre Betreuerinnen Mernadette Wiedl und Sandra Knoll bei Museumsschmied Werner Zollern erleben, wie ihre Urgroßväter geschmiedet haben.

Die glühenden Kohlen in der Esse waren der erste Eindruck, der beeindruckte, wie Manfred Schwaiger berichtet. Gleich am Anfang durften die Kinder versuchen, einen Eisenstab im kalten Zustand zu biegen, was trotz vereinten Kräften einfach nicht gelingen wollte. Dann brachte Werner Zollner den Stab Stück für Stück zum Glühen und plötzlich konnte das Eisen mühelos verformt werden.

Das Gelände am Heimatmuseum bot den Kindern den ganzen Tag eine großartige Möglichkeit zum Spielen und Toben. Die Kinder konnten auch miterleben, wie Brot gebacken und in den heißen Ofen eingeschossen wurde. Als Gegenleistung sangen die Kinder den Bäckern ein Lied. Nach der gemeinsamen Brotzeit im Museumsstadel ging der erlebnisreiche Kindergartentag weiter. Birgit Schwaiger hatte die Schmiede umgebaut und für jedes Kind einen kleinen Ambos organisiert. Nun konnte jeder sich selbst als Schmied ausprobieren und beim Kaltschmieden der Aluminiumdrähte entstanden wunderschöne Amulette und andere Kunstwerke. Gleichzeitig wurde den Kindern das Museum kindgerecht gezeigt.

Florian Nagl staunte nicht schlecht, als ihm erklärt wurde, dass die ausgestellte Windmühle von seinem Urgroßvater Bartholomäus Nagl gebaut wurde und daraus die familieneigene Schreinerei entstand. Auch die ausgestellte Papstkutsche bestaunten die Kinder und auf die Frage, wer den wisse, wer der Papst sei, kam die folgerichtige Antwort der kleinen Uschi: „Der Papst, des is der Chef von der Kirch!“

Um 12 Uhr wurde die Aufmerksamkeit der Kinder durch das Geläut der Glocken zur museumseigenen Kapelle gelenkt. Die Wichtel nahmen in der Kapelle Platz, kamen zur Ruhe und während Alois Schalbeck die Glocken läutete, betete er mit den Kindern und für die Kindergartenkinder ein „Vater unser“ und „Gegrüßet seist du Maria“. Die Zeit verging wie im Flug und die zur Abholzeit eintreffenden Eltern empfingen glückliche und entspannte Kinder, die viel gelernt und erlebt hatten.

Die Begeisterung sowohl bei den Oldtimerfreunden als auch bei den Kindern des Naturkindergartens verspricht eines ganz gewiss: Es wird bestimmt noch weitere Museumsbesucher geben.

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