Karin Rottführt die Kassengeschäfte der Oldtimerfreunde.

Oldtimerfreunde Kirchberg/Holzland

Verein ist ein Kleinunternehmen

Schröding - Der Verein Oldtimerfreunde Kirchberg/Holzland ist schon ein richtiges kleines Unternehmen. Das zeigte der Bericht von Kassiererin Karin Rott bei der Jahreshauptversammlung.

Im Vorjahr wurde Gewaltiges geleistet. Bei knapp 110 000 Euro standen die Schulden zum Jahresanfang 2015, zum Jahresende lagen sie unter 74 000 Euro. Das heißt, dass über 36 000 Euro der Schulden, davon 17 000 Euro durch eine Sondertilgung, abgebaut werden konnten. Möglich war dies nur durch das außergewöhnliche Engagement von sehr vielen Mitglieder.

Bei einem Jahresbeitrag von nur zehn Euro deckten diese Einnahmen mit 4280 Euro nicht mal die laufenden Kosten für Versicherungen (1646 Euro) Strom, Wasser, Kanal und Gas (3826 Euro) ab. Auch die sehr guten Eintrittserlöse in Höhe von 2852 Euro (allein 980 Euro wurden während der Holzland-Gewerbeschau eingenommen) waren dafür zwar nicht ausschlaggebend, trugen aber zum Schuldenabbau bei. Insgesamt konnte das Minus so stark reduziert werden, weil es mit knapp 22 000 Euro erfreulich viele Spenden gab. Hinzu kam ein Zuschuss vom Landratsamt in Höhe von 15 000 Euro und die Einnahmen der diversen Feste, die sich auf über 75 000 Euro beliefen. Dem gegenüber standen Festausgaben von über 47 000 Euro. Auch für das Museum und den neuen Stadl, unter anderem für die Bestuhlung, standen noch einige Ausgaben an, insgesamt waren es über 10 000 Euro.

Aufgrund der hohen Einnahmen muss der Verein aber auch Umsatzsteuer bezahlen, erklärte Rott. 4916 Euro mussten 2015 ans Finanzamt abgeführt werden. Auch diesen Januar hat die Kassiererin bereits 1400 Euro an die Behörde überwiesen. „Hart verdientes Geld“, wie sie betonte, das nur Dank aller Helfer erwirtschaftet werden konnte. Ohne sie könnte der Vereinsbetrieb nicht aufrechterhalten werden, erklärte Rott. Auch der Erhalt des Museums koste Geld.

Rott unterstrich, dass ihr eine ordnungsgemäße Kassenführung und Transparenz wichtig sei. Jedes Mitglied könne gern die Unterlagen einsehen. Dass sie ihren Job tadellos erfüllt hatte, bestätigten ihr die beiden Kassenprüfer Günther Schlittmeier und Franz Ecker. Von dem Angebot die Aktenordner durchzusehen, machte keines der anwesenden Mitglieder Gebrauch.

Birgit Lang

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