488 Linden gab es mal am geschützten Naturdenkmal Lindenallee. Zuletzt waren es nur noch 41. Nun wurden aber weitere 18 Winterlinden gepflanzt.
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Am Bagger (v. l.): die Bürgermeister Christian Pröbst und Dieter Neum aier, Landrat Martin Bayerstorfer, Michael Utschneider von der Bürgerstiftung sowie die Grundstückseigner Bernhard Picker und Lorenz Voithenleitner. 

Pflanzung bei Schachtelberg

18 neue Bäume an der Lindenallee

488 Linden gab es mal am geschützten Naturdenkmal Lindenallee. Zuletzt waren es nur noch 41. Nun wurden aber weitere 18 Winterlinden gepflanzt.

Wartenberg/Kirchberg – Die Nachpflanzungen an der Lindenallee werden fortgesetzt. Am Dienstag gab es für die 18 Winterlinden, die die bereits gepflanzten 41 Bäume ergänzen, einen Pressetermin, wohl auch als Reaktion auf den politischen Wirbel, den es in den vergangenen Jahren um die Allee gegeben hat. Mit von der Partie waren neben Vertretern des Landratsamts auch die Bürgermeister von Wartenberg und Kirchberg, Christian Pröbst und Dieter Neumaier.

Man traf sich bei Schachtelberg, einem Ort, der wegen einer aktuellen politischen Debatte im Marktgemeinderat durchaus Brisanz hat: Im Bauausschuss ist unter anderem wegen der Nähe zur Allee eine große Reithalle durchgefallen(wir berichteten).

Die Lindenallee steht als Naturdenkmal offiziell unter Schutz, aber sie wurde mit der Zeit immer lückenhafter. Es gab ein langes Hin und Her über die Abstände zur Straße, die Frage nach der Grundstücksverfügbarkeit. 2017 wurde sogar eine Petition an den Landtag geschickt, und auch Ulrike Scharf hatte sich seinerzeit für den Erhalt eingesetzt. Laut Bund Naturschutz waren es 2000 Unterschriften, die Kreistags-Grünen gossen die Forderungen der Petition in einen Antrag.

488 Linden waren es einmal. Wie viele es jetzt, nach dem durchaus sichtbaren Kraftakt, wieder sind, ist noch nicht gezählt worden. Es handelt sich um eine Kreisstraße, damit ist der Landkreis zuständig. Ein Vorstoß der Grünen im Wartenberger Marktrat, der Markt solle hier tätig werden, stieß deshalb auf Unverständnis.

Jetzt ist nachgepflanzt worden, und zwar vergleichsweise dicht an der Straße, was den alten Alleecharakter wieder aufleben lässt. „Damit investieren wir in ein einzigartiges Naturdenkmal, an dem sich auch unsere Nachkommen noch erfreuen werden“, meinte Landrat Martin Bayerstorfer, der auch würdigte, dass die Bürgerstiftung des Landkreises hier mit fünf Bäumen einsteigt. Drei Bäume stehen auf Kirchberger Flur, 15 auf Wartenberger.

Kreisfachberater Michael Klinger von der Unteren Naturschutzbehörde wurde auf Nachfrage genauer: Fünf der Bäume stehen auf öffentlichem Grund, der Rest auf privaten Flächen. Und so ging ein Dank vor allem an jene, die im Privaten die Anpflanzungen möglich gemacht haben. 

Klaus Kuhn

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