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Anziehungspunkt: Die lebende Krippe war eine der Hauptattraktionen beim Christkindlmarkt.

Weihnachtsmarkt im Heimatmuseum

Kerzen, Krippe, Karussell

Thal - Er ist ein ganz besonderer, ein altbairischer Weihnachtsmarkt, den die Oldtimerfreunde in Thal ausrichten. Kaum Elektrik, dafür viel Kerzenlicht, Feuerkörbe. Die Stimmung ist einzigartig.

Der beschauliche Weihnachtsmarkt der Oldtimerfreunde Kirchberg/Holzland hatte wieder viele Besuchern auf das Areal des Heimatmuseums gelockt. Am 15 Grad warmen Samstagnachmittag hätten es gern mehr sein dürfen, meinte Bartl Pflanzelt, der viele Jahre Chef der Oldtimerfreunde war, und natürlich immer noch kräftig mitwerkelt.

Nur in Thal gibt es den Museums-Geist oder die Thaler Semmel, in der die Bratwurst platt gedrückt ist, wie ein Hamburger. Eine Idee des Niederstraubinger Metzgers Michi Brenninger. Wer auf Wildschweinrücken oder Rehsalami steht, wurde nur ein paar Meter weiter bei den Hoizland-Jagan fündig. Auch die Rahmfetzen, die im alten Backofen von Michi Obermeier, einem der drei neuen Vorsitzenden gebacken und von den Frauen des Vereins verkauft wurden, gingen weg wie warme Semmeln. Mit den winterlichen Heißgetränken, den Schupfnudeln und den Zwetschgen-Bavesen war es ebenso.

Das winzige, nostalgische Karussell konnte sich vor Kindern nicht retten. Gerade die Liebe zum Detail ist es, was diesen Markt so außergewöhnlich macht. Bei der lebenden Krippe war Ochs Fritzi eine der Hauptattraktionen. 15 Zentner bringt er auf die Waage und ist der ganze Stolz von Toni Westermeier aus Pfettrach, der seinen gutmütigen Fritzi die beiden Tage kaum aus den Augen ließ.

Privatpersonen und Vereine boten unterschiedliche, selbst gemachte Produkte und Waren in herrlich geschmückten Ständen an. Die Holzland-Wichtel hatten mit ihren Erzieherinnen und Eltern gebastelt und luden zum Wichtel-Losen ein. Der Erlös geht an den Naturkindergarten. Der Kinder- und Jugendchor hatte Glühwein-Marmeladen, Engel-Likör und anderes gefertigt, das neben gutem Holzland-Honig der heimischen Imker verkauft wurde.

Wer sich aufwärmen wollte, der war an den offenen Feuerstellen, im Stadl oder in der Stube bestens aufgehoben. Hier gab es weihnachtliche Weisen, unter anderem von den Holzland-Klarinetten, Vorführungen von Spinnerinnen und einer Krippenschnitzerin. Draußen an der Schmiede wurde ebenso gewerkt. Dazwischen traten die Steinkirchener Kindergartenkinder und Schrödinger Schüler zum Singen und die Hohenpoldinger Bläser zum Musizieren auf. Wer dem Markttrubel kurz entfliehen wollte, der fand in der Kapelle einen abgeschiedenen Raum.

Für Sonntagabend schließlich hatten sich die Frisinger Fratzen angekündigt – harmlose Perchten. Schließlich wollen die Oldtimerfreunde keinen Schrecken, sondern Freude verbreiten. Das ist ihnen wieder einmal voll gelungen.

Bilder: So schön ist der Christkindlmarkt im Heimatmuseum 

Birgit Lang

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