In Kirchberg läuft alles rund: (v. l.) Kreisbrandmeister Richard Obermaier, Kommandant Martin Grandinger, Stellvertreter Peter Diebels und Bürgermeister Hans Grandinger. Foto: Kuhn

Feuerwehr Kirchberg

In zwei Amtsperioden die Mannschaftsstärke verdoppelt

Die Überraschung war schon vor Beginn der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg im Gasthaus Müller in Schröding groß: Es kamen derart viele Besucher, dass der Platz im Nebenzimmer knapp wurde.

Kirchberg – Am Ende waren von den 59 Aktiven, die in den Listen stehen, 35 Wahlberechtigte anwesend, als es um die Neuwahl des Kommandanten und seines Stellvertreters ging. Und diese standen dann auch voll hinter Martin Grandinger und seinem Stellvertreter Peter Diebels. Sie wurden in der vorgeschriebenen geheimen Wahl einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Für Grandinger wird es schon die dritte, für Diebels die zweite Wahlperiode. Grandinger meinte grinsend: „So viel hat nicht einmal mein Vater bekommen.“ In der Tat konnte selbst Bürgermeister Hans Grandinger, der die Wahlen zu leiten hatte und dabei von Kreisbrandmeister Richard Obermaier (Taufkirchen) und Richard Stuckenberger unterstützt wurde, keine hundertprozentige Zustimmung ernten.

Der „alte neue Kommandant“ ließ ein 50 Liter-Fass Bier springen, das sich die vielen, die gekommen waren, jetzt natürlich teilen mussten.

Obermaier war voll des Lobes über die Kirchberger Feuerwehr, die gerade bei dem jüngsten Großbrand gezeigt habe, was sie könne. „Da ist gut gearbeitet worden“, stellte er fest. In der Zeit Grandingers habe sich die Mannschaftsstärke verdoppelt, das neue Fahrzeug sei beschafft worden, und eine erst kürzlich durchgeführte Besichtigung des Gerätehauses durch das Kreisbrandkommando habe ergeben, dass alles in bester Ordnung sei. Obermaier stellte auch zufrieden fest, dass das Problem der Tagesalarmsicherheit in Kirchberg nicht bestünde. Gleichwohl appellierte er an die Kameraden, immer da zu sein, wenn die Sirene gehe, damit das Fahrzeug auch immer voll besetzt ausrücken könne. An die Gemeinde gewandt fuhr er, was die Fahrzeugausstattung angeht, fort: „Man sieht, was alles da ist.“ Darum sei die Fahrzeugausstattung auch angemessen.

Genau an dieser will Grandinger weiter arbeiten. Gegenüber der Heimatzeitung kündigte er nach der Wahl an, dass er mit Ausbildung und Nachwuchswerbung so weitermachen werde, wie bisher: „Das ist das A und O.“ Allerdings werde die Feuerwehr auch über kurz oder lang Ersatz für das Tragkraftspritzenfahrzeug aus dem Jahr 1982 benötigen, sagte er. Das sei ein Thema der nächsten fünf Jahre.

Bürgermeister Hans Grandinger konnte sich kurz fassen. „Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr“, sagte er.

Und die Feuerwehr pflegt auch die Kameradschaft, etwa mit einem Ausflug an den Chiemsee am 28. Mai, an den Vorsitzender Jan Adelsberger erinnerte. An die Kameraden gewandt meinte der alte und neue Chef: „Ich habe eine gute Truppe, da bin ich gern Kommandant.“

Klaus Kuhn

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