Kirche Pfarrei St. Wörth
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Am Ostersonntag rückte die Feuerwehr zur Pfarrei St. Wörth aus - der Dachstuhl des Gotteshauses stand in Flammen.
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Am Ostersonntag rückte die Feuerwehr zur Pfarrei St. Wörth aus - der Dachstuhl des Gotteshauses stand in Flammen.

Hoher Schaden, großer ideeller Verlust

Video & Bilder vom Kirchenbrand - "Wahnsinn, ein Drama für Wörth"

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Wörth - Die Kirche St. Peter wurde am Sonntagabend durch einen Brand verwüstet. Nach vorsichtigen Schätzungen entstand 250.000 Euro Sachschaden. Der ideelle Verlust ist weitaus größer.

Kurz vor 19 Uhr wurde die Polizei am Ostersonntag von der Integrierten Leitstelle über einen Brand in der Kirche St. Peter in Wörth informiert. Zahlreiche Einsatzkräfte aller umliegenden Feuerwehren sowie Rettungskräfte und Polizei eilten zum Brandort. Mehr als 200 Feuerwehrler waren schließlich an den rund zweieinhalb Stunden dauernden Löscharbeiten beteiligt.

Wie die ersten Feststellungen des Kriminaldauerdiensts der Kripo Erding ergaben, ist die mögliche Ursache für den Brandausbruch ein technischer Defekt an der Verkabelung im Bereich des Hochaltars. Der Altar wurde von den Flammen völlig zerstört. Heute nehmen die Brandermittler ihre Arbeit auf.

Glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden. Das vor etwa 280 Jahren errichtete barocke Gotteshaus, dessen Bau auf Pfarrer Johann Paul Ostermayr zurückgeht, der von 1716 bis 1748 Pfarrer in Wörth gewesen war, steht noch. Doch der Innenraum der Kirche sieht katastrophal aus, ist komplett verrußt. Vor allem der Hochaltar mit dem wertvollen Altarbild wurde Opfer der Flammen. In starke Mitleidenschaft wurde auch die erst vor drei Jahren für eine erkleckliche Summe renovierte Orgel gezogen. Durch die große Hitzeentwicklung sind die Orgelpfeifen erheblich beschädigt worden. Von Abplatzungen ist die Rede. Der Rauch zog über den Turm ab.

"Es war ein Wahnsinn, ein Drama für Wörth"

„Es war ein Wahnsinn, ein Drama für Wörth“, sagte am Montag Bürgermeister Thomas Gneißl, der selbst bis Mitternacht an der Brandstelle im Einsatz war, ebenso wie Mitglieder des Pfarrgemeinderats, der Kirchenverwaltung und das Personal des Bauhofs. 14 Feuerwehren retteten, was zu retten war. Im Einsatz waren die Wehren aus Hörlkofen, Altenerding, Walpertskirchen, Erding, Oberneuching, Ottenhofen, Oberding, Niederneuching, Moosinning, Markt Schwaben, Reithofen, Pastetten, St. Wolfgang und Finsing.

„Die Feuerwehren haben hervorragend miteinander kooperiert“, sagt Gneißl, der alle Helfer am und rund um den Brandherd lobt. Die Einsatzleitung hatte die Hörlkofener Wehr übernommen. Vermutlich brach das Feuer gegen 18 Uhr aus. „Die Kirchturmuhr ist um Zehn vor Sieben stehengeblieben“, berichtet der Gemeindechef. Trotz aller Dramatik sei es im Nachhinein „Glück im Unglück“ gewesen, weil der Brand von Friedhofsbesuchern und Nachbarn bemerkt und gemeldet worden sei. „Wenn es später passiert wäre, hätte die Gefahr bestanden, dass die Kirche bis auf die Grundmauern abbrennt.“ Denn im Dunklen hätte man den Rauch nicht mehr gesehen.

Dem Gebäude selbst ist laut Gneißl augenscheinlich nichts passiert. Um für einen schnellen Rauchabzug zu sorgen, habe man allerdings an einigen Stellen das Kirchendach aufschneiden müssen. Später seien die Löcher so weit wie möglich wieder notdürftig verschlossen worden. Gemeinsam mit Bauhofmitarbeitern transportierte Gneißl Brandschutt, Löschschaum und Löschwasser aus der Kirche. Die nötigen Gerätschaften seien vom Breitöttinger Bauunternehmer Ludwig Mayer zur Verfügung gestellt worden. In die Kirche selbst kann man jetzt nicht mehr hinein.

„Unser Hauptproblem am Brandort war die Zugänglichkeit der Kirche“, sagte am Montag Kreisbrandinspektor Andreas Pröschkowitz. Man konnte nur von einer Seite an das Bauwerk heran, außerdem waren bis auf eine alle Türen versperrt. Positiv, auch im Hinblick auf den materiellen und ideellen Schaden sei gewesen, dass man die Löscharbeiten „auf den Altarraum beschränken konnte“. Zuerst aber mussten wir erkunden, ob noch jemand drin ist. Die Kirche war voller Rauch.“ Bis 23 Uhr dauerten die Arbeiten an der Brandstelle an. „Letzte Maßnahme war das Schließen des Daches.“ Der Kreisbrandrat schließt nicht aus, dass der Brand in der Verkabelung entstanden ist: „Die Elektroverteilung befindet sich hinter dem Hochtaltar.“

Nicht in Ordnung findet Pröschkowitz einige Kommentare zum Brand-Hashtag auf Twitter: „Da gab es ein in paar merkwürdige Äußerungen in Richtung Islam.“ Mohammedaner würden jetzt die bestrafen, die sie aufgenommen hätten, heißt es da.

Tief betroffen vom Brand war Pfarrer Dr. Guy-Angelo Kangosa, der sich in Reisevorbereitungen befand, sofort zur Kirche eilte und Montag früh eine Gruppe aus der Gemeinde auf eine unaufschiebbare Pilgerreise nach Rom begleitete. Beeindruckend sei die Solidarität in der Krisensituation gewesen, erzählte Vera Naab vom Pfarrgemeinderat. „Es haben einfach alle zusammengeholfen.“

Die Kirchenverantwortlichen haben sich am Montag bereits zusammengesetzt, um einen Notfallplan zu entwickeln, wo man die anstehenden Gottesdienste und geistlichen Feiern abhalten könne. Über den vor zwei Jahren gegründeten Pfarrverband Walpertskirchen komme viel Unterstützung, sagte Naab.

Vroni Vogel und Michael Luxenburger 

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