Mit viel Mitgefühl versorgten die jungen Ersthelfer die gespielten Knochenbrüche und abgetrennten Finger. foto: gotz

Klaffende Wunden und Bewusstlose

Erding - Engagement und Courage in lebensgefährlichen Situationen zeigten die Schulsanitäter aus 14 verschiedenen Schulen des Bezirks Oberbayern Ost.

Der 16. Leistungsvergleich für junge Ersthelfer an Mittelschulen fand in diesem Jahr an der Herzog-Tassilo-Realschule in Erding statt. Die letztjährigen Sieger des Wettbewerbs planten und organisierten die verschiedenen Stationen, an denen die angereisten Teams mit jeweils sieben Schülern schnelles Handeln im Notfall, Fachwissen zur Wundversorgung und Gefühl im Umgang mit Verletzten zeigen mussten. Einen besonders kühlen Kopf und ausgezeichnete Teamarbeit bewiesen die Schulsanitäter aus Miesbach und fuhren als Sieger des Wettbewerbs nachhause. Den zweiten Platz belegten die Vertreter der Realschule Vaterstetten und auf den dritten Platz schaffte es das Team aus Traunstein.

Schulleiter Michael Altmann begrüßte die jungen Sanitäter in der Turnhalle und lobte ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Schulfamilie einzusetzen. „Gegenseitige Fürsorge und Zusammenarbeit zum Wohle der Gesellschaft ist etwas sehr wichtiges“ betonte er. Auch Oberbürgermeister Max Gotz und der Ministerialbeauftragte Wilhelm Kürzeder würdigten den couragierten Einsatz der Jugendlichen.

Die Lehrkräfte Dagmar Miller und Sabine Katenkamp betreuten anschließend die Schüler und durchliefen mit ihnen die verschiedenen Stationen . Beim Theorie-Test wurde der richtige Umgang mit Insektenstichen, Sportverletzungen, sowie mit sterilem Verbandsmaterial und Rettungsdecke abgefragt. In einem von den Schülern selbstgedrehten Video mussten außerdem Fehler bei der Wundversorgung aufgedeckt werden.

Teamarbeit und schnelles Handeln waren bei den Praxis-Aufgaben gefragt: Bewusstlose, Schwerverletzte und Schock-Patienten mussten richtig versorgt, blutende Wunden gestillt und Brüche geschient werden. Professionell geschminkte Mimen überzeugten mit lauten Schmerzensschreien und leidenden Blicken, so dass die Erst-Helfer alle Hände voll zu tun hatten. Die Bewertung und Vergabe der Punkte übernahmen die Gastgeber. Neben der richtigen Technik beim Anlegen von Druckverband wurde besonderer Wert auf die seelische Betreuung der Patienten gelegt.

Vollen Einsatz zeigten die Schüler auch mit den Defibrillatoren und an den Reanimationstorsi, die der Malteser Hilfsdienst und das Rote Kreuz Erding bereitstellte.

kgo

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