Den alten OP-Trakt besichtigen (v.l.). Generalunternehmer Roland Schumacher, Landrat Martin Bayerstorfer, Bürgermeister Heinz Grundner, Dr. Christian Zillinger, Chefarzt Prof. Folke Schriever, Ärztlicher Leiter MVZ Dorfen, Dr. Emil Rudolf, Kaufmännischer Leiter und Vorstandsmitglied Christian Maier, stellvertretende Pflegedirektorin Gudrun Leifried, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Hans Peter Emslander, Chefarzt und MVZ-Mitglied Dr. Ludwig Rudolf sowie Technischer Krankenhausleiter Peter Stalitza. Foto: prä

Klinik Dorfen wird erweitert

Dorfen - Die Klinik Dorfen wird noch in diesem Jahr für rund eine Million Euro umgebaut und erweitert. Der frühere Operations-Trakt wird künftig als endoskopische und kardiologische Praxis genutzt.

Der erweiterte Funktionstrakt in der Klinik Dorfen wird 411 Quadratmeter umfassen, informierte Landrat Martin Bayerstorfer am Freitag bei der Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung und Bauauftragsvergabe. Der Bereich wird an das Medizinische Versorgungszentrum Dorfen (MVZ) vermietet. Das Ärztehaus schließt an die Klinik an.

Nutzen werden die Räumlichkeiten die Doktores Dr. Emil Rudolf (Ärztlicher Leiter MVZ) und Dr. Ludwig Rudolf (auch Chefarzt Klinik Dorfen) sowie Dr. Walter Ruckdeschel und Christian Zillinger, um die Funktionsbereiche Endoskopie, Kardiologie und Angiologie zu erweitern. Ein kürzlich eingerichteter Sonografie-Raum wird vier statt zwei Endoskopie-Plätze bieten. Dr. Carsten Husemann als weiterer Kardiologe bei Dr. Ruckdeschel erhält eigene Untersuchungsräumlichkeiten.

Die Idee, die ehemaligen OP-Räume der Klinik Dorfen wieder einer Nutzung zuzuführen, sei „nicht ganz“, erläuterte Bayerstorfer. Nachdem die Verhandlungen mit dem MVZ als künftigen Nutzer abgeschlossen seien, beginne jetzt der Umbau, der Ende des Jahres fertig sein soll. Dabei „tritt das Kreiskrankenhaus mit der Klinik Dorfen als Bauherr auf“, betonte der Kreischef. Insgesamt werden knapp 1,1 Millionen Euro investiert.

„Als Landrat werde ich mich nicht abbringen lassen, trotz aller Gegenbewegungen und Bedenkenträger, dass der Landkreis weiterhin ins Haus, auch in Dorfen, investiert“, versicherte er.

Der Umbau bedeutet laut Kreischef, „dass die Patienten besser und schneller versorgt werden können und für die Bevölkerung der Region klar eine Steigerung der Versorgungsqualität. Das ist auch eine Aufwertung des Standort Dorfen und nicht nur eine Sicherung, sondern deutliche Ausweitung des Angebots“.

Stellvertretende Klinik-Leiter Christian Maier bezeichnete die Klinik Dorfen als „Erfolgsmodell“. Die Anbindung des MVZ an die Klinik habe „Modellcharakter“. Dass auch kleine Häuser wie Dorfen wirtschaftlich arbeiten können, zeigten die Fallzahlen, „die in den vergangenen Jahren um 30 Prozent gestiegen sind“.

Der Ärztliche Direktor des Kreiskrankenhauses, Professor Hans Peter Emslander, hob hervor, der Landkreis wolle mit seiner Strategie nicht, „dass private Gesundheitskonzerne eine Generalversorgung der Bevölkerung aufbauen - und das an den niedergelassen Ärzten vorbei. Es werden vielmehr Synergieeffekte genutzt“.

Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner wies auf die „herausragende Bedeutung der Klinik für die Bevölkerung im östlichen Landkreis hin“. Der Umbau sei eine Standortsicherung. Dr. Ludwig Rudolf wies auf bereits „eingeschränkte Möglichkeiten im Bereich der Diagnostik“ hin. Das Angebot der Klinik Dorfen gehe aus medizinischer Sicht „insgesamt weit über das hinaus, was Häuser dieser Größe sonst leisten“.

(prä)

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