Ein Kochbuch für Gaumen und Augen

Erding - Viele Köche verderben den Brei - diese Weisheit trifft auf die Erdinger nicht zu. Tina Hecht hat prominenten Bürgern in die Töpfe geschaut. Herausgekommen ist "Erding kocht".

Vor dem Frauenkircherl war der rote Teppich ausgerollt, bunte Scheinwerfer wiesen den 72 Mit-Kochern den Weg ins Frauenkircherl. Dorthin hatte Tina Hecht zur Vorstellung des fast 260 Seiten starken Buches eingeladen. Die Stimmung war prächtig und gelöst ­ genauso wie die Vorarbeiten zu "Erding kocht". Tina Hecht hat an viele (Küchen-)Türen geklopft ­ keine blieb ihr verschlossen. Gefragt waren nicht so sehr die Lieblingsrezepte, sondern Gerichte, die zu Namen oder Funktion der Prominenten passten. So serviert Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger eine Hochzeitssuppe, Weißbräu-Inhaber Werner Brombach hat eine Weißbier-Suppe kreiert, Eiscafé-Inhaber Christoph Krönauer stellt sein Eis-Bein vor, Bäcker Max Neumaier seine "aufgschmoizne Brotsupp'n", Polizeichef Anton Altmann ist mit Bulle(tten) und Ampelgemüse vertreten, das Team von Zigarren Schmalzbauer empfiehlt passend zur Nichtraucher-Debatte Saures Lüngerl, und das Team vom Fliegerhorst überrascht mit einem Erbseneintopf zum Nachkochen ­ die Zutaten ergeben allerdings 1200 Liter.

Nicht nur die persönlichen Rezepte sind eine Freude für Gaumen und Lachmuskeln. Auch die Fotos sind ein Genuss. Börnie Sparakowski vom Sinnflut-Festival sitzt auf einem überdimensionalen Hocker, Maler Peter Hauber posiert mit einem stattlichen Geweih, und Stadthallen-Wirt Reinhold Dangl schlüpft in eine Ritterrüstung.

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