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Willkommen und Abschied per Handschlag: Brigadegeneral Rudolf Maus (M.) mit Oberst Thomas Hambach (r.) und Nachfolger Oberst im Generalstab Markus Alder vor einem Erdinger Kampfjet vom Typ Tornado.

Abschied und Willkommen

Kommandoübergabe am Fliegerhorst

Erding - Der Fliegerhorst hat nach dem überraschenden Weggang von Oberst Thomas Hambach doch sofort einen Nachfolger bekommen. Das Waffensystemunterstützungszentrum 1 untersteht ab sofort Oberst im Generalstab Markus Alder.

Rudolf Maus ist ein erfahrener Befehlshaber bei der Luftwaffe, doch das dürfte der Brigadegeneral das erste Mal erlebt haben. An sich war der Kommandeur der Logistikverbände am Donnerstag zu einer Entpflichtung nach Erding gekommen. Oberst Thomas Hambach (52) verabschiedet sich bekanntlich nach genau einem Jahr am Fliegerhorst in Richtung Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg. In Erding hatte man sich auf eine unbekannt lange Zeit ohne Kommandeur vorbereitet. Doch im Verlauf des Mittwochs unterschrieb Markus Alder den Vertrag. Der 47 Jahre alte Oberst im Generalstab übernimmt mit sofortiger Wirkung das Kommando in der Herzogstadt.

Hambach wurde im Beisein zahlreicher Vertreter der Bundeswehr sowie des öffentlichen Lebens mit militärischen Ehren verabschiedet und Alder begrüßt. Brigadegeneral Maus ging noch einmal auf die großen Veränderungen ein, von denen die Luftwaffe im Zuge der Bundeswehrreform betroffen ist. Die Fortschritte des Waffensystemunterstützungszentrum 1 führte er vor allem auf das unermüdliche und tatkräftige Wirken Hambachs zurück. Er habe sich um die neue Struktur in der Waffensystemlogistik genauso gekümmert wie um den neuen Regimentsstab sowie die Kooperation mit der Industrie. „Sie haben sich aber auch regional und sozial in hohem Maße engagiert“, lobte Maus den scheidenden Kommandeur. Bei der Konversion des Militärgeländes sei er stets ein offener Ansprechpartner für die Politik vor Ort gewesen. Umso bedauerlicher sei es, dass Hambach nach so kurzer Zeit gehe. Er sei ein „Kommandeur großen Formats“.

Alder, so Maus weiter, übernehme den Standort „in einer wichtigen Phase der Konsolidierung und Neuausrichtung“. Der Brigadegeneral ist überzeugt, dass der Oberst das richtige Mann sei, „denn er hat Erfahrung und Hintergrund“. Alder kenne sowohl die Truppen- als auch die ministerielle Seite.

Hambach erklärte, er fühle sich wie ein Fußballer, der noch vor der Halbzeitpause vom Platz muss. Seiner Truppe sprach er großes Lob aus und erinnerte unter anderem an die Aktion Erbse mit einem Rekordergebnis von über 50 000 Euro an Spenden, die Fluthilfe im Juni und die Einkleidung der Olympioniken. In Anlehnung des Bundeswehr-Slogans „Wir. Dienen. Deutschland“ bilanzierte Hambach: „Ich habe gern in Erding gedient.“ Nun freue er sich auf die neue Herausforderung in Hamburg.

Alder griff die Fußball-Metapher seines Vorgängers auf: „Auch wenn Sie vor dem Halbzeitpfiff raus mussten, so haben Sie doch die entscheidenden Tore geschossen.“ Mit der Übernahme des Waffensystemunterstützungszentrums 1 werde für ihn ein Traum Realität. „Das ist eine ganz besondere Wegmarke in meinem Leben“. An die Truppe richtete er kameradschaftliche Worte: „Ich bin auf Ihre Erfahrung und Ihren Rat gespannt und freue mich auf die Zusammenarbeit.

Willkommen und Abschied: Kommandoübergabe am Fliegerhorst

Kommandoübergabe am Erdinger Fliegerhorst 

Die Kommandoübergabe wurde vom Gebirgsmusikkorps 1 aus Garmisch-Partenkirchen umrahmt, das neben dem Bayernlied und der Nationalhymne unter anderem den „Marsch der Bundeswehr“ und da Stück „Ein Freund, ein guter Freund“ intonierte.

Hans Moritz

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