Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Kommentar zum Wochenende

Politik – manchmal ein recht undankbares Geschäft

Eine geschlossene und selbstbewusste CSU sowie ein Stadtrat zwischen den Stühlen - unser Kommentar zur politischen Woche in Erding.

Frauenhaus, Klinikum, allgemeine Erheiterung über seine Absage des Narrhalla-Sketchs: Landrat Martin Bayerstorfer hat’s zurzeit nicht leicht. Aus der Delegiertenkonferenz ist der CSU-Kreischef aber gestärkt hervorgegangen. Die Partei tritt geschlossen auf, das Votum vor allem für Ulrike Scharf spricht Bände. Vor fünf Jahren war nach der Kampfabstimmung zwischen ihr und Jakob Schwimmer ein tiefer Riss durch die CSU gegangen.

Auch für Scharf selbst ist es ein großer Erfolg. 99,2 Prozent sind nicht zuletzt ein Signal an den künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder, die 50-Jährige in sein Kabinett zu holen.

Diesen Erfolg hat sich die Umweltministerin hart erarbeitet. 2000 Termine – 600 davon im Landkreis – seit ihrer Wiederwahl 2013 sind eine stramme Leistung. Das ist praktizierte Bürgernähe.

***

Es ist leicht, über die Politik zu schimpfen – und oft auch verdient. In Erding lässt sich derzeit aber auch beobachten, welchen Spagat die Volksvertreter mitunter machen müssen. Groß war im Sommer der Aufschrei, als der neue Kronthaler Weiher im Parkchaos versank. Häme und Spott über die angebliche Fehlplanung ergossen sich über dem Rathaus. Nun legt die Stadt bis zu 300 neue Stellflächen an – und wird wegen der dafür erforderlichen Rodungen erneut geprügelt. Ja, um das Rodelhügelchen ist es schade. Aber mal ehrlich, wie oft konnte man in den vergangenen Jahren in Erding Schlitten fahren?

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