Nach den Übergriffen in Erding

Kommentar: Überfällige Transparenz bei Straftaten von Flüchtlingen

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Erding - Die Einsätze der Erdinger Polizei am vergangenen Wochenende haben die Öffentlichkeit weit über die Stadt hinaus bewegt.

An mehreren Orten kam es zu teils schweren Straftaten, bei denen der dringende Verdacht besteht, dass sie von Asylbewerbern begangen wurden - unter anderem Bedrohung und versuchte schwere Körperverletzung. Es ist längst noch nicht alles aufgeklärt. Es fehlen weiter wichtige Zeugen, es fehlen aber auch mögliche Opfer, die sich nach wie vor nicht gemeldet haben. Einigen Zeitgenossen reicht das schon, Vorgehen und Darstellung als maßlos überzogen darzustellen.

Dass die Einsatzberichte öffentlich geworden sind, ist ein Segen. Denn sie haben gezeigt, dass unter den vielen Flüchtlingen auch einige wenige Straftäter sind. An sich ist das eine Selbstverständlichkeit. In der Öffentlichkeit hat sich aber der Eindruck verfestigt, Polizei und Medien würden die Wahrheit unterdrücken, damit die Stimmung nicht überkocht. Genau das hat das Klima zuletzt gefährlich angeheizt. Wer Kriminalität unter Zuwanderern thematisiert, ist deswegen noch nicht per se Hetzer oder nationalistisch gesonnener geistiger Brandstifter. Er trägt vielmehr zu einem realistischen Bild bei.

Machen wir uns nichts vor: Je mehr Flüchtlinge ins Land kommen, desto mehr Straftaten werden aus diesen Reihen begangen - eine gesellschaftliche, keine ausländertypische Logik. Das muss nicht zuletzt deswegen öffentlich gemacht werden, damit klar ist: Straftäter werden unabhängig von ihrer Herkunft verfolgt. In gleicher Weise gilt aber auch: Das Gros der Asylbewerber ist genauso gesetzestreu und friedliebend wie die breite deutsche Mehrheit.

Die Berichterstattung vom vorigen Wochenende war auch deswegen bitter nötig, weil sie auf einen Skandal aufmerksam gemacht hat: Die nicht abebben wollende Zuwanderung überfordert die Landes- und Bundespolizei, die seit Jahren ohnehin schon überbeansprucht ist, vollends. An Ideen, was man ihr noch aufbürden könnte, mangelt es der Politik nicht. Läuft dann etwas komplett schief, schiebt die Politik den Polizisten die Schuld in die Schuhe, die im Alltag aufgerieben werden - siehe Köln. In Erding war es längst nicht so schlimm. Aber was muss in einem Beamten vorgehen, der sich von halbwüchsigen Straftätern treten, kratzen und bespucken lassen muss, während das sensationsheischende Publikum drum herum steht und kluge Ratschläge erteilt?

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