Da fliegt er, der Christbaum: Mit sportlichem Ehrgeiz haben die Teilnehmer die Bäume geworfen. Foto: Hack

Kommt ein Christbaum geflogen

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Eichenried - Normalerweise sausen hier die Hufeisen durch die Luft. Doch an diesem Abend haben die Mooseisen Eichenried an der Birkenstraße die Christbäume fliegen lassen.

Zum zweiten Mal hatte der Verein ein Gauditurnier organisiert, bei dem die Teilnehmer mit den - freilich ungeschmückten - Bäumchen werfen. 14 Mannschaften mit jeweils drei Werfern beziehungsweise Werferinnen sind heuer angetreten.

Im Jahr 2013 hatten sich die Mooseisen um Vorsitzenden Torsten Grahl überlegt, womit sie die turnierfreie Zeit im Winter überbrücken könnten. Heraus kam die ungewöhnliche Idee des Christbaumweitwerfens. „Ziel war und ist es, andere Vereine und die Bürger der Gemeinde zusammenzubringen und mit diesem Gauditurnier einen positiven Start ins neue Jahr zu schaffen“, erklärt Grahl.

Neben vielen neugierigen Zuschauern kamen zahlreiche Werfer aufs Vereinsgelände. Nicht wenige von ihnen packte der Ehrgeiz, so dass manch einer gleich fünf Mal hintereinander versuchte, sich selbst zu übertreffen.

Nach rund dreistündigem Wettkampf wurden die besten Einzelwerfer und die besten Teams ausgezeichnet. Die Einzelwertung bei den Damen gewann Nadine Borgo mit 4,20 Metern, bei den Herren Florian Herbst mit 7,0 Metern. Die Damen-Teamwertung gewannen Rosi Kressierer, Andrea und Susi Hofer als die „3 Sternschnuppen“ mit 10,45 Metern. Bei den Herren hatten die „Holzfäller extrem“ - Herbert Lorenz, Anton Nitze und Martin Albanstetter - mit 18,32 Metern die Nase vorn.

Das Turnier kam so gut an, dass es auch 2016 wieder steigen wird, versprach Grahl, dessen Verein sich sonst dem Hufeisenwerfen verschrieben hat. Der bisher größte Erfolg war dort 2013 der Deutsche Vize-Meistertitel in der Mannschaftswertung. In diesem September richten die Mooseisen, die aktuell 26 Mitglieder zählen, die Deutschen Meisterschaften im Hufeisenwerfen aus. Vroni Macht

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