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Trotz fünf Konkurrenten in Wartenberg: Christian Pröbst (CSU) packt’s im ersten Anlauf - Ärger um Flyer

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Von: Markus Schwarzkugler

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Die ganze Familie ist stolz: Christian Pröbst mit (v. l.) Sohn Benedikt, Frau Nina, Sohn Maxi, Mama Hildegard, Nichte Johanna, Noch-Bürgermeister Manfred Ranft und Vater Martin (dahinter im Hintergrund: Bruder Michael). © Markus Schwarzkugler

Im Wahllokal in der Marie-Pettenbeck-Schule hatten sie sich auf einen dank Corona ganz neumodischen Gruß geeinigt: Statt sich die Hände zu schütteln, wurden die Ellbogen aneinander gelegt. Das machte auch Christian Pröbst so, nur gab es bei ihm immer wieder eine weitere Geste zu sehen: das Ballen der Faust. Der CSU-Mann hat das Bürgermeisterrennen in Wartenberg trotz fünf Konkurrenten bereits für sich entschieden. Ohne Stichwahl.

Wartenberg – Der aktuell 3. Bürgermeister brachte es auf 1566 Stimmen, was 58,9 Prozent entspricht. „Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es im ersten Durchgang klappt“, sagte Pröbst, der seine Familie herzte.

Auf Platz zwei landete Dominik Rutz (Grüne) mit 16,4 Prozent. „Dafür, dass ich ein kompletter Politneuling bin und nicht gebürtiger Wartenberger, ist das ein super Ergebnis“, meinte er. Alles andere als ein Neuling ist Michael Gruber (SPD), der sich mit 9,3 Prozent den dritten Platz sicherte.

Bemerkenswert deutlich hinten lagen Carla Marx (Neue Mitte) mit 7,3 Prozent und Robert Hegenauer von den derzeit noch regierenden Freien Wählern mit sogar nur 6,2 Prozent. „Alles gut“, meinte Marx gefasst. Die Grünen seien eben schwer einzuschätzen gewesen, meinte sie. Hegenauer gab ehrlich zu, „ein bissi enttäuscht“ zu sein. „Wir wussten natürlich, dass wir Stimmen an die Grünen verlieren werden“, so Hegenauer. Das Ergebnis sporne die Freien Wähler nun an, „in der nächsten Periode aktiver zu werden“. Den sechsten Platz belegte erwartungsgemäß Außenseite Josef Samitz (FDP) mit 1,9 Prozent.

Wenig begeistert waren Pröbst und auch Marx von einem sogenannten „Nachdenkzettel“, den Grüne, SPD, FDP und FW am Freitag – unter anderem von ihren Bürgermeisterkandidaten unterzeichnet – in Umlauf gebracht hatten. Darin wurde der CSU vorgeworfen, sich nicht an die Plakatierungsverordnung zu halten und „übergroße Abbildungen der Kandidaten“ aufzustellen. „Sollten Missachtung und Hintergehen von Regeln und Verordnungen die zukünftige Politik im Rathaus steuern, so sehen wir schwarz für unsere Marktgemeinde“, heißt es im Flyer. Von Erfolg gekrönt war diese späte Attacke am Ende nicht. Die Wahlbeteiligung betrug 61,8 Prozent, sechs Jahre zuvor waren es 53,7 Prozent gewesen.

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