1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding

Duell zwischen Michael Feuerer und Irmgard Hibler: Stichwahl in Isen

Erstellt:

Kommentare

Jubel bei der CSU: Michael Feuerer (3. v. r.) geht mit dem stärksten Ergebnis in die Stichwahl.
Jubel bei der CSU: Michael Feuerer (3. v. r.) geht mit dem stärksten Ergebnis in die Stichwahl. © Anne Huber

Bei der Isener Bürgermeisterwahl wird es eine zweite Runde geben. Michael Feuerer (CSU) und Irmgard Hibler (FW) müssen sich jetzt um rote und grüne Stimmen bemühen.

Isen – Michael Feuerer (CSU) und Irmgard Hibler (FW) haben es in Isen in die Stichwahl geschafft. „Ich bin mit über 30 Prozent zufrieden“, sagt Feuerer. „Enttäuscht wäre ich, wenn ich nicht in die Stichwahl gekommen wäre“. Der CSU-Kandidat liegt mit 31,5 Prozent sieben Punkte vor seiner Mitbewerberin. Bei der Stichwahl könnte es allerdings knapp werden.

Feuerer will auch bei der nächsten Abstimmung mit „Sachlichkeit, Sachkenntnis und Erfahrung“ punkten. Neue Themen will er in sein Wahlprogramm nicht aufnehmen: „Wir werden unser Programm wie gewohnt weiterführen“, kündigt er an. Als Grund für seinen Vorsprung sieht er auch die Podiumsdiskussion, bei er der die konkretesten Vorschläge eingebracht habe. Den persönlichen Kontakt mit dem Wähler, auf den er bisher gesetzt hat, wird er wegen der Corona-Krise nicht weiterführen können. „Der Wahlkampf wird notgedrungen online stattfinden, vielleicht gibt es auch noch einen Flyer.“

Zufrieden ist auch Hibler, deren Ziel es gewesen sei, in die Stichwahl zu kommen. Ihre 27,2 Prozent seien ausbaufähig, erklärt sie selbstbewusst. In ihrem Wahlprogramm seien mit Ausbau des OVV, sparsamen Flächenverbrauch und Regionalität viele Themen, die auch grüne Wähler ansprechen könnten, meint sie. Um von sich zu überzeugen, will sie ihre berufliche Erfahrung viel mehr betonen. „Ich möchte zeigen, dass man nicht im Gemeinderat gewesen sein muss, um von der Sache etwas zu verstehen.“ Durch ihre Tätigkeit für die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft besitze sie hier große Kenntnisse.

Auch Hibler wird den Wahlkampf künftig über Social Media führen. „Wir werden das im Team besprechen, dann geht es weiter“, sagt sie.

Da beide Kandidaten eine ähnliche Klientel bedienen, müssen sie nun Stimmen von grünen und roten Wählern holen. Grünen-Kandidat Florian Geiger hatte einen ambitionierten Wahlkampf geführt und liegt mit 24,8 Prozent nur knapp hinter den konservativ-bürgerlichen Konkurrenten. Abgeschlagen ist Albert Zimmerer (SPD) mit 16,51 Prozent.

Spannend war nicht nur die Wahl, auch die Übermittlung der Wahlergebnisse war eine Zitterpartie. Immer nur für kurze Zeit waren Isener Ergebnisse im Netz abrufbar.

Anne Huber

Auch interessant

Kommentare