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Unter den Flaggen Europas versammelte sich die Festgesellschaft um KAG-Direktor Hans-Joachim Fuhrig, der stolz die Urkunde der Staatsregierung präsentierte. Gewürdigt wurde der Einsatz für einen geeinten Kontinent.

Korbinian-Aigner-Gymnasium

Schule feiert seine Europa-Urkunde der Staatsregierung

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Erding - Für sein Engagement um einen geeinten Kontinent hat das Korbinian-Aigner-Gymnasiums als einzige oberbayerische Schule die Europa-Urkunde der Staatsregierung erhalten. Gefeiert wurde die Auszeichnungen gestern im Rahmen eines Empfangs.

Das Korbinian-Aigner-Gymnasium (KAG) lebt den europäischen Gedanken schon seit vielen Jahren. Es gibt nicht nur Austauschprogramme und Partnerschulen unter anderem in den USA, in England, Frankreich und Italien. Auch der musische Zweig pflegt internationale Beziehungen. Nicht zuletzt ist das KAG Teilnehmer am Projekt „Schule ohne Rassismus“. Dieses Engagement hat die Bayerische Staatsregierung überzeugt. Die von Lehrer Stefan Grabrucker initiierte Bewerbung gefiel nicht zuletzt Europaministerin Beate Merk. Als einzige Schule in Oberbayern und als eine von sieben im Freistaat erhielt das KAG die Europa-Urkunde.

Überreicht wurde sie bereits am Montag im Kuppelsaal der Staatskanzlei. Dabei hatte Merk erklärt, dass mit der Urkunde „die vielfältigen und hochwertigen Aktivitäten bayerischer Schulen, die sich um die Verbreitung und die Umsetzung des Europagedankens in besonderem Maß verdient gemacht haben“, ausgezeichnet würden.

Gestern fand nun am KAG ein Empfang statt, zu dem neben Vertretern der Schulfamilie zahlreiche weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie der umliegenden Schulen eingeladen waren. Direktor Hans Joachim Fuhrig erklärte, sein Haus habe sich dem Gedenken Konrad Adenauers verschrieben, „am Haus Europa weiterzubauen und in ihm zu leben“. Dabei falle der junge Generation eine besondere Rolle zu. Ausdrücklich lobte Fuhrig das Engagement der Schüler und der Lehrer, die dabei viel mehr leisteten als der Lehrplan vorsehe.

Tobias Winkler, Leiter des Informationsbüros des Europaparlament in München, zeigte sich beeindruckt, wie viele europäischen Themen und Projekte im KAG angegangen würden. „Der Grundstein, ob ein Mensch später den europäischen Gedanken der Solidarität lebt, oder ob er einen eher nationalen Weg einschlägt, wird bereits in der Schule gelegt“, so Winkler. Europaarbeit an den Schulen sei sehr wichtig, weil die Entscheider von morgen die Schüler von heute seien. Sein Geschenk: eine Europa-Politiksimulation, an der nächstes Jahr 60 Gymnasiasten teilnehmen dürfen.

Dritte Landrätin Gertrud Eichinger sagte: „Europa muss man erleben, um es zu verstehen.“ Europa sei wie Schule: „Je mehr man gemeinsam macht, desto besser lernt man sich kennen.“ Erdings Oberbürgermeister Max Gotz lobte die Schulfamilie, „weil sie über den Tellerrand hinausschaut“. Nur so könne man die Grundidee Europas aufgreifen und verstehen – „sich zusammentun und gemeinsam an einer großen Idee arbeiten“. Allerdings merkte Gotz mit Blick auf die Flüchtlingssituation auch an, „dass Europa aktuell in einer schwierigen Phase steckt und die Situation sehr diffus ist“.

Die Partnerschulen hatten wie MdEP Angelika Niebler Videobotschaften übermittelt. Die Schüler sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen. Nicht nur Bayernlied und Europahymne wurden angestimmt. Es gab auch musikalische Einzeldarbietungen, darunter Nina Schumertl (Q 12), die die Cherubin-Arie aus der „Hochzeit des Figaro“ von Mozart sang. Zum Abschluss wurden europäische Schmankerl gereicht.

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