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Kreisbrandrat lehnt Berufsfeuerwehr ab

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Willi Vogl
      ist Chef von 3500 ehrenamtlichen Feuerwehrlern. 
        Foto: ham
Willi Vogl ist Chef von 3500 ehrenamtlichen Feuerwehrlern. Foto: ham

Erding - Die Feuerwehren im Landkreis Erding stehen vor immer größeren Herausforderungen und steigenden Einsatzzahlen. Dennoch hält Kreisbrandrat Willi Vogl am Ehrenamt fest.

Vogl wies darauf hin, dass die Einsatzzahlen seit Jahren kontinuierlich anstiegen, vor allem die Erdinger Feuerwehren seien beinahe täglich im Einsatz. Dies erfordere eine immer detailliertere Planung seitens der Kommandanten und der Kreisbrandinspektion. „Jede Gemeinde benötigt ein Bedarfskonzept, vor allem wenn es um Neuanschaffungen und deren Rechtfertigung vor der Kommunalpolitik geht“, sagte Vogl. In Erding habe man ein entsprechendes Papier dem Stadtrat bereits vorgelegt (wir berichteten). So müsse die Ausrüstung auf die Besonderheiten des Einsatzgebietes und auf die möglichen Risiken – viele Firmen, Arbeiten mit radioaktiven Stoffen, stark frequentierte Durchgangsstraßen und Autobahnen oder große Objekte wie Krankenhäuser – abgestimmt sein.

Dennoch lehnt Vogl die Einführung einer Berufsfeuerwehr strikt ab. „Das ist bei uns absolut kein Thema. Das Konzept der Ehrenamtlichkeit hat sich bewährt, zudem gibt es so gut wie keine Nachwuchssorgen“, betonte der ranghöchste Feuerwehrler im Landkreis mit Hinweis auf 40 Jugendgruppen. Hinzu komme, dass eine Berufsfeuerwehr nicht zu bezahlen sei. „Das Mindeste, was in Erding erforderlich ist, wären 20 Stellen im 24-Stunden-Dienst. Um das aufrecht erhalten zu können, bräuchte es 90 Berufsfeuerwehrleute.“ Dieses Konzept biete sich erst bei Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern an. (ham)

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