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Kreischorfest St. Vinzenz: Gänsehaut beim gemeinsamen Kanon

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Sänger beinahe jeden Alters waren beim Kreischorfest vertreten: Der Kinderchor St. Vinzenz mit Chorleiter Robert Grüner begeisterte ebenso wie der Singkreis Erdinger Moos. © Peter Bauersachs

Erding - Das Kreischorfest in St. Vinzenz hat Tradition. Anlässlich ihres Jubiläums richtete die Liedertafel Erding dieses Jahr das Konzert mit neun Chören aus.

Da die Liedertafel Erding dieses Jahr 170-jähriges Bestehen feiert, richtete sie das Kreischorfest in der St. Vinzenz Kirche aus. Ein Konzert mit Tradition: „Das Kreischorfest gibt es schon seit vielen, vielen Jahren“, stellt Peter Heger, Kreischorleiter, fest. Nachdem an die 280 Musiker und 150 Zuhörer bereits musikalisch vom Singkreis Erdinger Moos unter der Leitung von Heger begrüßt wurden, richtete Lorenz Adlberger das Wort an das Publikum. Im Landkreis gebe es über 200 Kirchen und über 100 Kapellen, die das Landschaftsbild prägen. Da sei es nur natürlich, dass auch weltliche Chöre das kirchliche Leben mitgestalten, begrüßte der erste Vorsitzende des Sängerkreises Erding die Anwesenden. „Der Sängerkreis steht über 24 weltlichen Chören, die allerdings auch kirchliche Literatur singen“, erklärte Heger. Neun von ihnen nahmen am diesjährigen Kreischorfest teil und trugen kirchliche und spirituelle Lieder aus ihrem Repertoire vor. Als erstes war der Kinderchor St. Vinzenz an der Reihe, dessen kleine Sänger und Sängerinnen nicht nur durch ihre entzückenden Stimmen, sondern auch durch eine passende Choreographie zu ihren Liedern begeisterten. Deren Leiter, Robert Grüner trug im Laufe des Konzertes zwei Soli auf der Orgel vor. Bedächtiger und tragender wurde es mit der Liedertafel Taufkirchen (Leitung: Christian Rott), die mit Orgel und Saitenklängen begleitet wurde und durch die stimmgewaltige Darbietung, die ein oder andere Gänsehaut im Publikum erzeugte.

Bilder vom Kreischorfest

Das erste englische Lied des Abends wurded von der dACor-Isen vorgetragen. Das flotte Stück „Wade in the water“ verleitete manchen Zuhörer, mit dem Fuß zu wippen. Etwas ruhiger und bedächtiger, aber nicht weniger eindrucksvoll wurde es mit „Where you there“, der Darbietung der FinSingers unter der Leitung von Sonja Hogl.

Tiefe Töne stimmte die Liedertafel Isen an: Die Männer, unter der Leitung von Reiner Foh, füllten die Kirche mit Tenor- und Bassstimmen. Ganz im Gegenteil zum Frauenchor der Liedertafel Erding, der von Andreas Steinegger dirigiert wurde. Die Sängerinnen bestachen durch ihre hellen, klaren Stimmen, als sie traditionelle, kirchliche Töne mit „O, salve Regina“ und dem „Ave Maria“ anstimmten.

Der vorletzte Chor des Abends, der Singkreis Forstern, unter der Leitung von Konrad Huber, füllte den Raum wieder mit rhythmischen Klängen, bevor die Liedertafel Erding, dirigiert von H. Georg Schwarz klassische, lateinische Töne anstimmte. Der wohl größte Gänsehautmoment des Abends bot sich allerdings ganz am Ende des Konzertes: Als alle Chöre und Zuhörer, vor der beeindruckenden Kulisse der Kirche, den Kanon „Dona nobis pacem“ anstimmten und der gesamte Raum von diesem Chorschauspiel erfüllt wurde.

„Das ganze Konzert war für mich ein Höhepunkt“, betonte Heger. Er sei erfreut über die hohe Leistungsdichte der Chöre: „Das Niveau ist allgemein gestiegen und viele haben leistungsmäßig dazugewonnen - auch was die Auswahl der Stücke betrifft.“

(Laura Lex)

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