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Kreiskrankenhaus: Deutliche Einbußen nach Weigels Abgang

Erding - Der Vorstand des Kreiskrankenhauses Erding hat seine Einschätzung revidiert, der OP-Plan und die Patientenversorgung würden unter der Suspendierung von Chirurgie-Chefarzt Dr. Bernhard Weigel nicht leiden.

Im Kreistag musste Vorstandsmitglied Ingo Hüttner auf die Anfrage von Grünen-Fraktionschefin Helga Stieglmeier zugeben: „Ja, wir sind überrollt worden. Nach dem Weggang von Herrn Dr. Weigel haben bei uns alle Alarmglocken geläutet.“ Weiter bestätigte er, dass sich das plötzliche Fehlen des Chirurgen „nicht so einfach kompensieren ließ“. Die Zahl der Operationen sei im Vergleich zu den Vorjahresmonaten seit der Demission des Chefarztes nach unten gegangen. „Dennoch werden auch weiterhin beispielsweise komplexe Wirbelsäulen-Eingriffe vorgenommen“, versicherte Hüttner.

Probleme gebe es zudem bei der Versorgung von Arbeitsunfällen. Weigel besaß eine Zulassung der Berufsgenossenschaften (BG), die zum Teil an seine Person gebunden ist. Hüttner sagte, einen Teil habe man durch den Interims-Leiter der Unfallchirurgie, Dr. Brian K. Manich, abfangen können. Die BG-Anforderungen könnten aber erst wieder vollumfänglich angeboten werden, wenn für die chirurgische Abteilung ein neuer Chefarzt gefunden ist.

Die Personalgewinnung scheint im Kreiskrankenhaus sowohl im medizinischen wie im pflegerischen Bereich eine heikle Angelegenheit zu sein. Wie berichtet, hatte Pflegedirektorin Gertrud Friess-Ott am Montag eingestanden, dass es schwer sei, ausreichend Pflegekräfte zu rekrutieren, zumal der erste Jahrgang der neuen, eigenen Pflegeschule erst in zwei Jahren fertig ist.

Auf Nachfrage von Siegfried Rübensaal (FW) bestätigten sowohl sie als auch Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Hans-Peter Emslander, dass mehr Personal wünschenswert und auch erforderlich wäre. Beide sowie Landrat und Verwaltungsratschef Martin Bayerstorfer wiesen zwar darauf hin, dass in den vergangenen Jahren rund 200 neue Vollzeit- und Teilzeitstellen geschaffen habe, dennoch sei man nicht allzu üppig ausgestattet. Emslander erinnerte daran, dass man nach den Ermittlungen der Gewerbeaufsicht der Regierung von Oberbayern 2008 zusätzliches Personal habe einstellen müssen. Die Prüfer der Bezirksregierung hatten damals Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz aufgedeckt.

Derweil findet die Resolution von Peter Rippler von der Rentnerpartei und der parteilosen Ilse Süß immer größere Resonanz. Mittlerweile über 1700 Bürger fordern den Verwaltungsrat auf, Weigel wieder in den OP zu lassen und die Zusammenarbeit mit Sana zu beenden. Ob es tatsächlich eine Demo geben wird, ist laut Süß noch nicht entschieden. „Wir wollen erst einmal abwarten, wie es mit Herrn Dr. Weigel weitergeht.“

(Hans Moritz)

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