Wort des Jahres 2018 steht fest und stiftet große Verwirrung - Was ist das eigentlich?

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Packten beim Aufstellen des Brunnens gemeinsam an (v. l.): Werner Zollner, Rudi Angermaier, Adolf Fuchs und Landrat Martin Bayerstorfer. 

Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege 

Stangenbrunnen am Herderhäusl aufgestellt

Einmaliges hat der Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege am Herderhäusl in Bergham geschaffen. Dort wurde am Sonntag im Beisein zahlreicher Bürger die Nachbildung eines Stangenbrunnens aufgestellt. Die Idee dazu hatte die Geschäftsführerin des Vereins, Sandra Angermaier.

Bergham – Einmaliges hat der Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege am Herderhäusl in Bergham geschaffen. Dort wurde am Sonntag im Beisein zahlreicher Bürger die Nachbildung eines Stangenbrunnens aufgestellt. Die Idee dazu hatte die Geschäftsführerin des Vereins, Sandra Angermaier. Nach ihren Recherchen ist der Brunnen der einzige seiner Art in ganz Altbayern und dem Salzburger Land.

Den Stakenbrunnen, wie er auch genannt wird, hat Werner Zollner aus Eitting gebaut und mit dem Spender des Fichtenstamms, Adolf Fuchs, sowie Rudi Angermaier aufgestellt. Auch Landrat Martin Bayerstorfer, Vorsitzender des Vereins, packte mit an. Die Konstruktion besteht aus einer senkrecht stehenden Astgabel, in der eine mehr als vier Meter lange Holzstange an einer Achse eingehängt ist. Dank der Hebelwirkung würde sich mit wenig Kraftaufwand mit einem Kübel das Wasser herausschöpfen lassen. Das freilich ist in Bergham schon aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Der Brunnen mit seinem hölzernen Kasten befindet sich direkt vor dem Herderhäusl. Der Schacht ist allerdings verschlossen.

Als „Herder“ bezeichnete man früher den Hüter der Gemeindeherde. Jede Ortschaft hatte ein Haus für die Schafhaltung. Dort wurden die Tiere abgegeben und vom Dorfhirten versorgt. Dafür bekam er einen kleinen Obolus und durfte sich Milch und Fell anteilig behalten.

„Ich bin stolz darauf, dass wir so ein historisches Gebäude haben und das Areal durch einen Stangenbrunnen ergänzen“, freute sich der Landrat. Er sei aber nicht nur stolz auf dieses Juwel, sondern auch auf den Kreisheimatverein, der immer wieder erfolgreich neue Ideen umsetze. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Kohlstatter Musikanten aus Günzenhausen. Die Kinder freuten sich über die Möglichkeit, die von Katharina Vogt aus Langenbach mitgebrachten Schafe streicheln zu können. Und wie man aus Flachs Fäden webt, zeigte Ulla Rothemund auf ihrem hölzernen Spinngerät.

Das Herderhäusl im Lindenhain in Bergham wurde 1650 erbaut und gilt als eines der ältesten ländlichen Wohnhäuser Bayerns. Der letzte Hirte lebte bis 1952 dort. Dann kam er in ein Altenheim, wo er 1967 starb.

Peter Bauersachs

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