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Der Regenschirm war Pflicht: Trotz Dauerregens waren viele Gläubige und Pilger am gestrigen Sonntag Vormittag nach Maria Thalheim gekommen zur 64. Freiluft Landkreiswallfahrt am Dorfplatz.

64. Landkreiswallfahrt nach Maria Thalheim

Salzburger Erzabt: Hört auf den Herrn, nicht auf Umfragen

Trotz Dauerregens war die 64. Landkreiswallfahrt am Sonntag nach Maria Thalheim wieder ein Bekenntnis des lebendigen Glaubens.

„Der Regen hier gleicht ja fast dem bekannte Salzburger Schnürlregen, nur die Berge fehlen“, scherzte Dr. Korbinian Birnbacher. Der Erzabt von St. Peter in der Mozartstadt war Hauptzelebrant der 64. Landkreiswallfahrt am gestrigen Sonntag in Maria Thalheim.

Trotz Dauerregens verfolgen über 1000 Gläubige den Gottesdienst unter freiem Himmel. Die Wallfahrt, die ab 1419 belegt ist, gilt als einer der Höhepunkte im kirchlichen Leben im Erdinger Land. Den großen Kirchenzug führten neben Birnbacher der neue Erdinger Dekan Michael Bayer, Päpstlicher Rat Josef Mundigl, Geistlicher Rat Thomas Zeitler, der frühere Landkreis-Dekan Reinhold Föckersperger und Diakon Christian Pastötter an.

Musikalisch gestaltet wurde die Feier von den Kirchenchören des Pfarrverbandes Reichenkirchen/Maria Thalheim unter Leitung von Lambert Bart und vom Sinfonischen Blasorchester der Kreismusikschule Erding unter Leitung von Kurt Müller.

Birnbachers Predigt griff das zuvor von Pastötter vorgetragene Johannes-Evangelium auf. Jesus habe seine Jünger gefragt: „Wofür halten die Menschen mich?“ Der Erzabt verglich die Frage mit der heutigen Meinungsforschung. „Sie ist wichtig, aber nicht alles.“ Er appellierte, nicht dem Zeitgeist nachzulaufen, „sondern auf die Stimme des Herrn zu hören“.

Thomas Obermeier

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