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Will noch eine Chance: Der wegen Totschlags an seiner Gattin verurteilte Frauenarzt Prof. Dr. Michael B. geht in Revision.

Bundesgerichtshof muss Urteil prüfen

Gattin getötet: Erdinger Frauenarzt geht in Revision

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Neues Kapitel im Justizthriller: Die Verteidigung des Erdinger Frauenarzts, der am Freitag wegen der Tötung seiner Frau zu neun Jahren Haft verurteilt worden ist, ficht das Urteil an.

Erding/Landshut - Dies teilte Ralph Reiter, Vorsitzender Richter des Schwurgerichts am Landgericht Landshut, auf Anfrage des Erdinger Anzeigers mit. Die Anwälte hätten Revision eingelegt. „Das war zu erwarten“, sagte Reiter. Thomas Steinkraus-Koch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Landshut, erklärte hingegen, dass man nicht gegen den Richterspruch vorgehen werde. Bekanntlich hatte die Anklage 13 Jahre Haft wegen Totschlags gefordert.

Damit geht der Fall erneut an den Bundesgerichtshof (BGH). Die Karlsruher Richter werden das Urteil auf seine Richtigkeit hin überprüfen. Das wird einige Monate in Anspruch nehmen.

Für den Bundesgerichtshof ist der Fall nicht neu

Der BGH kennt den Fall bereits. Denn im Januar 2015 hatte die Staatsanwaltschaft das erste Urteil – damals war Prof. Dr. Michael B. aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden – angefochten. Mit Erfolg: Die Karlsruher Richter hoben das Urteil auf und ordneten einen neuen Prozess an – mit der Begründung, die Indizienkette hätte auch zu einem anderen Schluss führen können. Im zweiten Verfahren war B. verurteilt worden.

Wir haben für Sie eine Chronik der Ereignisse zusammengeschrieben: Der Justiz-Thriller von Erding-Pretzen.  

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