Bauausschuss

Landwirt darf Biogasanlage erweitern

Taufkirchen - Ein zusätzliches Blockheizkraftwerk zur flexiblen Fahrweise möchte ein Landwirt in seine bestehende Biogasanlage in Hubenstein installieren. Der Bauausschuss gab grünes Licht.

Sachbearbeiter Hans Baumgartner hatte vorab alles detailliert beschrieben. Die Gemeinde sei verpflichtet ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren durchzuführen und eine Stellungnahme abzugeben. Derzeit bringe die Biogasanlage eine elektrische Leistung von 532 Kilowattstunden (kW) bei einer Höchstbemessungsleistung von 505 kW. Das zusätzliche Flex-BHKW habe eine elektrische Leistung von 550 kW. Bauliche Veränderungen sollen keine vorgenommen werden. Das BHKW sei komplett vormontiert im Container, erklärte Baumgartner.

Auch die zugeführten Einsatzstoffe sollen nicht oder nur unwesentlich geändert werden. Auf Schallschutz werde größer Wert gelegt. Ein Gutachten sei beigelegt, so der Sachbearbeiter. Auch die Grenzwerte für Formaldehyd, CO 2 (Kohlenstoffdioxid) und NOX (Stickstoffoxid) würden bereits jetzt im Rahmen der jährlichen Abgasmessung eingehalten.

Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) ließ die Abstandswerte zu den nächsten Wohnhäuser abmessen. Diese lägen zwischen 97 und 154 Meter entfernt, also wesentlich näher als bei der Biogasanlage in einem nahen Weiler.

Martin Huber (Rep) meldete sich als Nachbar des Hubensteiner Energiewirtes zu Wort. „Bei der ersten Biogasanlage hat es ein bisschen was gegeben“, meinte er. Aber der Betreiber habe ihm „hoch und heilig versprochen“, dass es keine Geruchsbelästigung geben werde. „Und da hat er sich dran gehalten.“ Es gebe also durchaus Anlagen, wo es zu keiner Geruchs- und Lärmbelästigung komme. Dies hänge wohl mit dem Alter der Geräte zusammen, meinte er und betonte nochmals: „Bis dato hat es keine Beschwerden gegeben und er hat die Anlage schon seit mehreren Jahren, sonst hätte ich ihm nicht unterschrieben.“

SPD-Rat Manfred Slawny fragte, ob alle Nachbarn schriftlich angeschrieben wurden. Das verneinte Hofstetter und bemerkte, darauf würden die Grantinger immer großen Wert legen, wenn es um die Biogasanlage in ihrer Nähe gehe. Huber warf nochmals ein, dass es bei der Hubensteiner Anlage passe. Das sei der entscheidende Punkt. Denn es gehe um Lebensqualität, wenn eine Biogasanlage inmitten eines Ortes errichtet werde. Was bei anderen nicht immer der Fall sei. „Das sage ich auch ganz offen.“ mel

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