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Entwicklung in Sicht: Aus Hinterholzhausen liegen dem Langenpreisinger Gemeinderat etliche Bauwünsche vor. Jetzt soll eine Machbarkeitsstudie klären, was hier überhaupt möglich ist.

Infoveranstaltung für Bürger geplant

Was wird aus Hinterholzhausen? Gemeinderat beschließt Machbarkeitsstudie

Der Langenpreisinger Gemeinderat hat eine Machbarkeitsstudie für  Hinterholzhausen beschlossen. Damit soll geprüft werden, wie der Ortsteil entwickelt werden kann.

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising unternimmt einen erneuten Anlauf, den Menschen im Ortsteil Hinterholzhausen die Möglichkeit zu geben, doch noch in dem Ort zu bauen. Ein früherer Versuch, mit einer Innenbereichssatzung zu arbeiten, ist nach jahrelangen Prozessen gescheitert: Die Satzung wurde vom Gericht aufgehoben. Jetzt beschloss der Gemeinderat bei nur zwei Gegenstimmen, zunächst einmal eine Machbarkeitsstudie über den Planungsverband anzugehen.

Dieser, so der Plan, solle zunächst die Grundlagen ermitteln, was in diesem Ortsteil überhaupt machbar ist. Der Hochwasserschutz spielt hierbei eine zentrale Rolle. Dazu solle ein solches Planwerk alle Belange etwa des Denkmalschutzes, des Ortsbildes, des Immissionsschutzes und der Geländeform berücksichtigen.

Bürgerinformation ist für das Gremium sehr wichtig

Das Vorhaben ist im Gemeinderat nicht unumstritten gewesen, denn ein solcher Versuch ist auch mit Kosten verbunden. Geschätzt werden 13 500 Euro sowohl für die Grundlagenermittlung als auch für eine Rahmenplanung, die auf dieser Basis erstellt werden soll, und deren Präsentation im Gemeinderat.

Ganz wichtig erschien allen Räten jener Posten in der Kostenaufstellung, der zunächst als „optional“ angesehen wurde: „Bürgerinformation und Innenperspektive“. Anton Wollschläger (Grüne): „Ohne das werfen wir das Geld zum Fenster raus.“

Neuer Platz für junge Menschen in Hinterholzhausen

Tatsächlich soll jetzt gerade mit den Bürgern im Ort das Thema in einer gemeinsamen Veranstaltung intensiv erörtert werden, um die Frage zu klären, was diese denn eigentlich wollen. Dabei ist bekannt, dass die meisten sich eigentlich ziemlich einig sind: Es gibt junge Leute im Ort, die dort gern bleiben möchten, aber natürlich auch Platz brauchen. Das ist der Anlass für diese neue Initiative der Verwaltung, die natürlich einen Schiffbruch wie den gehabten vermeiden möchte.

Dass es schwierig wird, gerade in Hinterholzhausen, ist bekannt, genau wie die Namen der Beteiligten. Wollschläger fragte: „Wie wollen sie die Leute zusammen bringen?“ Holger Scheiding (CSU) warf seine Erfahrung als Rechtsanwalt in die Waagschale: Wenn mal ein belastbares Papier wie eine solche Machbarkeitsstudie auf dem Tisch liege, trage das in vielen Fällen zur Befriedung bei, meinte er. Josef Buchner (FW Zustorf) warb leidenschaftlich dafür, alle einzuladen, Franz Neumüller (FWG) pflichtete bei: „Ohne Mentor wird es nicht gehen.“

Hinterholzhausen: Vorbild für Scheideck?

Sollte das mit Hinterholzhausen funktionieren, könne die Gemeinde sich ein ähnliches Vorgehen im benachbarten Ortsteil Scheideck vornehmen, meinte Bürgermeister Josef Straßer (FWG), der die Idee, mit dem Planungsverband zu arbeiten, aus Gesprächen mit Bürgermeisterkollegen mitgebracht hatte. Dieser, betonte er, besitze die erforderlichen personellen Möglichkeiten, sodass man in Hinterholzhausen in absehbarer Zeit zu konkreten Ergebnissen werde kommen können. Die Kosten seien beherrschbar, betonte der Gemeindechef auf weitere Nachfrage, weil hier konkrete Stundensätze im Hintergrund stünden.  klk

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