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Für neue Impulse sorgte der Chortag in Zustorf mit knapp 100 Sängern. Seminarleiter war Pater Norbert Becker. 

Chortag in Zustorf  

100 Sänger im Trainingslager

Auf Einladung des Chores Aufwind kamen Sänger aus dem nördlichen Landkreis zusammen, um mit Pater Norbert Becker neue geistliche Lieder einzustudieren.

Von Klaus Kuhn

Zustorf– Sonja Langolf vom Langenpreisinger Chor Aufwind fand den Vergleich mit einem Trainingslager durchaus passend: Knapp 100 Chormitglieder aus Langenpreising, Wartenberg, Fraunberg, Steinkirchen, Vötting und Wang kamen zusammen, um sich von Pater Norbert Becker neue geistliche Lieder nahebringen zu lassen. Den Chortag hatte Langolf zusammen mit Karola Maier im Gasthaus Lintsche in Zustorf organisiert.

„Ausrutscher sind erlaubt“, machte Becker den Gästen Mut. Nachzügler, die da teilweise schon einen Einsatz im Kirchenchor hinter sich hatten, bekamen die Sitzverteilung im Saal zugeraunt: „Sopran ist da, Alt ist da!“

Alle zwei Jahre, formulierte Langolf im Gespräch mit der Heimatzeitung als Ziel, sollte ein solcher Chortag stattfinden, um für neue Impulse zu sorgen. Becker, der selbst auch Komponist und Texter für neue Kirchenlieder ist, sei auch nicht das erste Mal zu einem solchen Tag in der Gemeinde Langenpreising. Der Chor Aufwind fahre auch öfter zu ihm ins Seminarhaus Oase Steinerskirchen in Hohenwart.

Becker, Jahrgang 1962, ist Pater der Herz-Jesu-Missionare und schreibt sogar Kochbücher. Diese waren aber nicht das Thema, auch wenn jahreszeitlich bedingt Erntedanklieder mit auf dem Übungsplan standen. „Erntedank ist eines der wunderschönsten Feste, das wir haben“, versuchte er, Begeisterung zu wecken. Das gelang auch.

Die Stimmbänder müssen feucht bleiben, es standen Getränke bereit, und die neu einstudierten Lieder waren durchaus auch als eine Art „Bedarfsweckung“ zu verstehen für den hinten im Saal vorbereiteten Büchertisch. Becker machte es locker, fröhlich: „Die anderen dürfen ruhig mitsummen“, meinte er, wenn er beispielsweise vom Piano vorne aus die einzelnen Stimmen aufrief. Zwischendurch rührte er die Werbetrommel für die Jugendgottesdienste in seiner Gemeinschaft: „Da kommen Jugendliche aller Generationen“, meinte er. Besonders groß sei der Ort nicht. „Wir haben sogar ein gelbes Ortsschild“, witzelte der Seminarleiter zur Auflockerung, bevor es wieder konzentriert an die Noten ging, und Becker eben doch die Ausrutscher sofort bemerkte.

Der Chortag endete mit einem Gottesdienst, auf den sich alle schon freuten, weil es „ein tolles Erlebnis ist, mit so vielen zu singen“, sagte Langolf.

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