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50. Kreisvolksmusiktag

Ein reicher Schatz an klingendem Brauchtum

Der Kreisvolksmusiktag in der Bogenhalle gedieh am Sonntag zu einem Höhepunkt im Festjahr zur 1250-Jahr-Feier der Gemeinde Langenpreising. Und die Traditionsveranstaltung selbst feierte auch einen Runden: 50 Mal gab es sie jetzt schon. Kreisvolksmusikpfleger Reinhard Loechle als künstlerischer Gesamtleiter hatte nicht weniger als 17 Gruppen mit 100 Aktiven und 34 Beiträgen zu koordinieren und zu moderieren.

Langenpreising – Dazwischen wuselten rund 40 ehrenamtliche Helfer umher, um nicht nur die Mitwirkenden, sondern auch die rund 500 Gäste zu versorgen. Dazu hatten zuvor schon fleißige Bäckerinnen und Bäcker nicht weniger als 31 Kuchen gezaubert. „Die müssen gegessen werden. Auf geht’s!“, kam es aufmunternd vom Kuchenbuffet. Der ganze Nachmittag war eine logistische Meisterleistung, aber auf die Langenpreisinger Vereine ist eben Verlass. Bürgermeister Peter Deimel, der sich um die Großveranstaltung bemüht hatte, wurde von Loechle mit den Worten zitiert: „Wir packen das!“

In ihren Grußworten fassten sich Deimel, Ministerin Ulrike Scharf und später auch Landrat Martin Bayerstorfer kurz. Der Schirmherr hatte da aber den wohl spannendsten nicht-musikalischen Beitrag schon verpasst: Alfred Pichlmaier aus Fraunberg, der Instrumentenbauer, gilt als einer der Männer der ersten Stunde. „Der ist schuld“, sagte Loechle ihn an.

Pichlmaier erzählte wiederum, dass der Kreisverein für Heimatpflege immer wieder die Vereine unterstützt habe, die sich mit Volksmusik befassen. Das aber sei ja längst nicht alles. „Wir müssen schauen, was sich im Landkreis an Familienmusik zusammengetan hat.“ So zitierte er die Überlegungen von damals, die in den ersten Kreisvolksmusiktag im Reiter-Saal in Wartenberg gemündet hätten. „Die Resonanz in der Bevölkerung war groß“, erinnerte er sich weiter.

Wie recht er damit hatte, zeigte am Sonntag der Blick in die Bogenhalle, wo kurz vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung die Plätze knapp zu werden drohten. Es wurde ein großer Hoagarten, die Gruppen sangen und spielten zumeist vom Platz aus, was Umbaupausen vermied. Ein enorm diszipliniertes Publikum bemühte sich um Ruhe, so dass auch die leisen Töne bis in die hinterste Ecke vordrangen.

Das liebevoll zusammengestellte Programm bot einen spannenden Querschnitt durch die Volksmusik, und es waren tatsächlich viele Gruppen dabei, die nicht in Vereinen organisiert sind, und für die dieser Nachmittag eine Gelegenheit war, vor einem großen Publikum zu spielen.

Alle nutzten diese Chance mit musikalischer Hingabe, sei es der Spielkreis Langenpreising, die Fraunberger Ziachfreunde oder die Reithofner Zwoa. Von den Gästen war nicht nur Zuhören gefragt. Fürs Mitsingen war das Programmblatt zugleich Notenblatt. Loechle hatte große Freude an den vielen, die mitsingen wollten und konnten.Klaus Kuhn

Die Mitwirkenden:

Strogentaler Blasmusik, Jagdhornbläser Langenpreising, Klarinettenmusi Faltermaier, Landfrauenchor, Fraunberger Ziachfreunde, Reisener Sängerinnen, Kreismusikschule-Tastenstreich, Buchsbaumer Zwoagsang, Buacha Saitnschinder, Sache-Bäuerinnen, Spielkreis Langenpreising, Dudelsacktrio, Hi&Do, Reithofner Zwoa, De Hoglbuachan.

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