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Freche Lieder für den Seniorenfasching: Sara Brandhuber im Gasthaus Lintsche in Zustorf. 

Interview mit Sara Brandhuber

„A bisserl biestiger“

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Giesing, Rosenheim, Linz, der Salzstadel in Landshut, der Schlachthof in München – Mundart-Kabarettistin Sara Brandhuber kommt weit herum. Zu einem Auftritt konnte die 30-Jährige kürzlich aber zu Fuß gehen. Der Bühnenprofi heizte beim Seniorenfasching des VdK im Gasthaus Lintsche in Zustorf die Stimmung an.

Zustorf – „Mei Schwiegermama Agnes Sandner ist mit einer der Organisatorinnen im Chor“, erzählt Brandhuber, die mit ihrem Mann Thomas Sandner und Sohn Quirin in Zustorf lebt. Das Gastspiel um die Ecke war ihr also eine besondere Ehre. Im Interview berichtet die Liedermacherin und Mundart-Kabarettistin über die feinen Unterschiede im Humor und ihre Zukunftspläne.

Frau Brandhuber, haben ältere Menschen eigentlich einen anderen Humor als das jüngere Publikum?

Ich glaub’ schon. Ich habe mir auch tatsächlich verkniffen, ein Lied zu spielen. In „Mim E-Bike nach Oidäding“ geht es ums Älterwerden. Da war ich mir nicht so sicher, wie das ankommt. Beim Lied über den Hehnastall haben dafür alle gelacht. Da konnten, glaube ich, viele etwas damit verbinden.

Ist dann auch etwas nicht so gut angekommen beim Senioren-Publikum?

Ja. Bei manchen Liedern geht es um meinen Mann oder unsere Ehe. Da haben manche gelacht, andere ned a so. Vielleicht, weil diese Stücke a bisserl biestiger sind.

Biestiger?

Ja, zwischen uns geht’s mit blöden Sprüchen manchmal ganz schön zur Sache. Da haut der Thomas was raus, des brauch i nur aufschreim – dann hab’ ich schon wieder ein Lied. Er hat selber einen Wahnsinnshumor. Die Sachen, die ich singe, die sind tatsächlich echt.

Und wer lacht dann da?

Gerade in der Altersgruppe um die 30, wo viele frisch verheiratet sind und Familie haben, da können viele etwas mit solchen Sprüchen anfangen.

Dass Sie die Leute zum Lachen bringen, wissen wir ja spätestens, seitdem Sie vor zwei Jahren den Kabarettpreis St. Prosper in Erding gewonnen haben. Wie läuft es?

Ich habe festgestellt, dass ich das tatsächlich beruflich machen möchte. Erst kürzlich habe ich die Elternzeit ein zweites Mal verlängert. Davor habe ich ja als Sozialpädagogin im Bezirkskrankenhaus in Taufkirchen gearbeitet. Jetzt habe ich einen neuen Manager. Der bucht für mich Auftritte in ganz Bayern und auch in Österreich. Und kürzlich ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich bin ja bei Landshut aufgewachsen. Der Abend im ausverkauften Salzstadel hat mir sehr viel bedeutet.

Lässt sich das mit dem Familienleben vereinbaren?

Ja, klar. Da sind gleich mehrere Leute eingespannt. Des is a Familienprojekt (lacht). Wenn ich unterwegs bin, passt mein Mann auf unseren Sohn auf. Da kann er gleich einen Männerabend machen. Wenn er nicht da ist, springt oft auch meine Schwiegermutter ein und kümmert sich um den Kurzen – gerne auch mal bis vier Uhr früh. Und meine Mama fährt oft mit, weil sie Angst hat, wenn ich nachts auf den Straßen unterwegs bin.

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