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Der Sprung ins Kühle Nass verhindert den Neubau von 22 Wohnungen 

Am Lagerhaus-Standort leben künftig Flughafen-Mitarbeiter 

Badeweiher verhindert Wohnungen für Langenpreisings Bürger

In der Gemeinde Langenpreising fehlen nach Meinung mehrerer Gemeinderäte Mietwohnungen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats war es vor allem Helmut Empl (CSU), der das zum Thema machte.

Langenpreising –  Hintergrund war die aktuelle Planung der Raiffeisenbank, das alte Lagerhaus durch einen Neubau mit 22 Wohnungen unterschiedlicher Größe und einer Bankfiliale zu ersetzen (wir berichteten).

Empl hätte es lieber gesehen, wenn die Raiffeisenbank sich hier nicht mit der Flughafengesellschaft (FMG) zusammengetan hätte, sondern, wie andernorts auch, die Wohnungen für den Langenpreisinger Bedarf bereitgestellt hätte. Vorstandsvorsitzender Christian Berther brachte Verständnis für dieses Ansinnen auf, begründete dann aber ausführlich, warum er in diesem Fall mit der FMG zusammenarbeitet.

Es geht um den Badeweiher nahe des Gebäudes. Es sei technisch und rechtlich nicht zu verhindern, dass einzelne Mieter gegen einen möglichen Lärm von dieser Freizeiteinrichtung gerichtlich vorgingen. Ihm sei aber wichtig, dem Weiher nicht im Wege zu stehen. Darum sei er sich mit der FMG in diesem Punkt einig geworden. Wenn nämlich diese der Mieter sei, könne er ziemlich sicher sein, dass es bezüglich des Badeweihers keine Probleme geben werde. Überdies werde das Gebäude so geplant, dass die Lärmschutzauflagen von der rechtlichen Seite her voll eingehalten werden können.

Hätten jetzt Nutzer der von der FMG bereitgestellten Wohnungen ein Problem mit dem Badeweiher, sei es letztlich das Problem der Flughafengesellschaft, für diese Mitarbeiter möglicherweise andere Wohnungen zu finden. Da sei dann die Raiffeisenbank außen vor.

„Unser Problem ist dieser Badeweiher. Wenn es den nicht geben würde, hätten wir längst gebaut und vermietet, und wir hätten selbstverständlich diese Wohnungen auch selbst vermietet“, versicherte Berther dem Gemeinderat.

Nach diesen Erläuterungen stand die Zusammenarbeit der Raiffeisenbank mit der Flughafengesellschaft nicht mehr weiter zur Debatte. Ein ganz anderes, in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Badeweiher stehendes Problem muss allerdings noch gelöst werden: Noch ist in einer der zum Abriss bestimmten Hallen das Rettungsboot der Wasserwacht untergebracht. Es braucht eine neue Heimat. 

 KLAUS KUHN

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