An der Plattachmühlstraße

Der ewige Brückenbau

„Eine unendliche Geschichte“, stöhnte Gemeinderat Andreas Steiner (SPD) nach der jüngsten Langenpreisinger Gemeinderatssitzung. In der Tat: Wenn es ganz dumm läuft, kann sich der Neubau der Brücke über den Strogenkanal an der Plattachmühlstraße noch einmal so stark verzögern, dass es auch heuer nichts mehr wird. Bürgermeister Peter Deimel bestätigte das auf Nachfrage.

Langenpreising – November 2014 hatte der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für den Neubau gefasst unter der Prämisse, dass nach Abzug aller Zuschüsse ein Betrag von rund 200 000 Euro an der Gemeinde „hängen“ bleiben wird. „Eine klare Sache“, so Steiner seinerzeit. Dann aber war bald gar nichts mehr klar: Das Wasserwirtschaftsamt schaltete sich ein, verlangte eine Umplanung zur Vergrößerung des Durchlasses, was Zeit und Nerven gekostet hat. Im vergangenen Jahr war man endlich so weit, aber in der Zwischenzeit war die Baukonjunktur davongeeilt und mit ihr die Preise. Daher teilte Deimel in der Sitzung mit, dass der Gemeinderat die Ausschreibung zum Neubau in der vorangegangenen nichtöffentlichen Zusammenkunft aufgehoben habe.

Und das schon zum zweiten Mal: Das erste Mal hatte das Gremium mit der Aufhebung der Ausschreibung die Reißleine gezogen, weil die Kosten durch die Decke zu gehen drohten. Jetzt haben sich Fehler bei der Vergabe herausgestellt. Wie berichtet hatte bei der neuerlichen Ausschreibung ein Angebot gewonnen, das noch einmal teurer war als in der ersten – aufgehobenen – Ausschreibung. Der Gemeinderat biss in den sauren Apfel.

Ein Unternehmen war günstiger, aber die zuständige Stelle bei der Regierung von Oberbayern hatte hier Mängel moniert, sodass der Gemeinderat dieses Angebot ausschließen musste. Das aber wiederum war wohl auch falsch. Der Bürgermeister wollte im Gespräch mit der Heimatzeitung aus Sorge vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht zu sehr in die Details gehen, zeigte sich nur sehr dankbar, dass die Verwaltungsgemeinschaft jetzt ein stark besetztes Bauamt habe, das Fehler erkennen könne. Jetzt müssten die Fachbüros also noch einmal ran, deutete der Gemeindechef an und machte zugleich deutlich, dass die Kommune hier mächtig aufs Tempo drücke.

Schon in diesen Tagen sei eine Besprechung mit eben diesen Fachbüros angesetzt, sagte er. Auch Verwaltungsleiter Werner Christofori zeigte sich unglücklich mit dieser Entwicklung, hatte doch der Gemeinderat intensiv darauf gedrängt, dass die Brücke heuer auch wirklich fertig gestellt wird.

Das bleibt offiziell auch weiterhin das Ziel. Im Etat für 2019 stehen eine Million Euro für dieses Vorhaben bereit, einer der größten Einzelposten im Vermögenshaushalt. KLAUS KUHN

Rubriklistenbild: © Kuhn

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